Tauchunfall am Starnbergersee Abgesandt von Armin am 02.04.2001 :
Am Sonntag ereignete sich im Starngerger See ein Tauchunfall. Bereits nach 5 Minuten Tauchzeit bekam ein Taucher Probleme mit seiner Luftversorgung. Aus ca. 25m Tiefe machte er darauf einen Notaufstieg. Der Taucher wurde geborgen und sofort per Hubschrauber in die Dekokammer der Münchner Feuerwehr gebracht. Näheres ist nicht bekannt.
Antwort von der Anfänger am 03.04.2001 Wenn man sich so die Kommentare zu den vergangen Unfällenanschaut, scheint dieser Unfall (ohne Kenntnis der tatsächlichen Ereignisse) nur eine logische Schlußfolgerung zu sein. Die Damen und Herren Experten dieser Diskussionsrunden fördern mit Ihrem laienhaften Äußerungen solche gefährlichen Aktionen. Wäre schön, wenn jeder Kommentator seine Anzahl von Tauchgängen dazu schreiben würde, dann kann man die Aussagen qualifizierter betrachten. Hört endlich auf mit euren Halbweisheiten. In einem Diskussionsforum über elektronische Schaltungen (nur als Beispiel) würden sich mit Sicherheit auch keine Laien einmischen, also warum im Tauchen?
Antwort von Kasimir am 05.04.2001 Mit diesem Posting hast Du gute Chancen, abukafan und bleigurt im Kampf um den unqualifiziertesten Beitrag auf die Plätze zu verweisen.
Wie kann ein Beitrag in einem Diskussions(!)forum irgendwelche Aktionen fördern? Wer sich auf der Basis eines praktisch anonymen Postings zu irgendwelchen Aktionen hinreißen läßt, dessen wirkliches Problem ist, daß er nicht alle Tassen im Schrank hat.
Wozu soll die Angabe einer absolut nicht nachprüfbaren Anzahl von Tauchgängen gut sein?
Mit Deiner unqualifizierten "logischen Schlußfolgerung" hättest Du als erster Deiner Forderung "Schluß mit den Halbweisheiten" nachkommen sollen. Obwohl, das ist ja nicht mal eine Achtelweisheit.
Antwort von der Anfänger am 05.04.2001 Hallo Kasimir, wenn Du nicht weißt wie man die Angabe von Tauchgängen einzuschätzen hat, dann träume bitte weiter. Ihr Internettaucher habt euch mal wieder gefunden. Wenn jemand eure unqualifizierte Diskussionsrunde stört, werdet Ihr bockig, unsachlich und beleidigend. Die teilweise bescheuerten Kommentare die in den verschiedenen Foren auftauchen können nur von Computertauchern stammen. Das hat alles nichts mit der Realität unter Wasser zu tun. Für mich ist jeder der hier schreibt anonym, ich kenne weder Kasimir, Navigator, Jessica, Oliver und wie sie alle heißen. Also ist es scheißegal unter welchem Namen ich antworte, unter meinem richtigen Namen würdet ihr Flachtaucher mich sowieso nicht kennen.
Antwort von uli am 05.04.2001 Hi Anfänger, darf ich Gott zu Dir sagen. Ich bin froh, dass es Dich gibt. Du bist wirklich eine Bereicherung für uns Alle.
Antwort von flotschie am 05.04.2001 ...könnte jetzt ganz dumm sein was ich sage, hab erst meine theoretische tauchprüfung abgelegt, aber: 5 min. in 25m, nach Tabelle ist doch ein dekostopp nicht nötig, ah verstehe - er ist zu schnell aufgetaucht (mehr als 10m/min) - oder?
Antwort von Armin am 05.04.2001 Du hasts erfasst. BTW, das Unfallforum wurde heute nacht von mir von CGI auf PHP3 mit Datenbankanbindung umgestellt. Hat irgendjemand probleme mit dem Forum (ausser eure inhaltlichen probleme natuerlich ) ?
Antwort von flotschie am 05.04.2001 ...noch ne blöde frage: ist da wirklich eine druckkammer nötig bei 25 m tiefe, egal wie schnell er auftaucht? werden bends sofort und immer mit druckkammer behandelt oder gibts bei leichteren alternative behandlungsarten (Sauerstoff zb.)
Antwort von Kasimir am 05.04.2001 Hi flotschie, man kann zwar über den Sinn eines solchen Tauchgangs streiten, nicht jedoch über seine Machbarkeit. Man kann problemlos innerhalb einer Minute auf 25m absteigen. Die Abstiegsgeschwindigkeit ist sowohl theoretisch als auch in der Praxis nur durch die Fähigkeit, den Druckausgleich zu schaffen, begrenzt. Wenn man dann sofort mit der sehr konservativen Aufstiegsgeschwindigkeit von 10m/min aufsteigt ist man nach insgesamt 3 Minuten beim Sicherheitsstopp auf 5 m. Der dauert dann zwar inclusive Aufstieg zur Oberfläche nur 2 Minuten und nicht die empfohlenen 3 Minuten, aber das ist nach einem so kurzen Tauchgang problemlos zu vertreten.
Übrigens, wenn man nach Tabelle taucht endet die Tauchzeit mit Beginn(!) des engültigen Aufstiegs zur Oberfläche. Daher gehört zum PADI-5-Punkte Aufstieg der Blick auf die Uhr zu Beginn des Aufstiegs.
Antwort von der Anfänger am 05.04.2001 Oh Kasimir, wie wird es mir. Hast Du Dir die Padi-Standards eintätowiert? Oder eine ganz andere aufkommende Vermutung, tauchst Du eigentlich wirklich?
PS: Uli, ich glaube Du hast ein Problem.
Antwort von Kasimir am 05.04.2001 Anfänger kannst Du auch noch was anderes als dümmliches, unqualifiziertes, sinnentleertes, beleidignedes Gewäsch absondern? Z.B. mal ein klitzekleines nachvollziehbares Faktum in die Diskussion werfen, nur so zur Abwechslung?
Ansonsten möchte ich Dir an dieser Stelle ein freundliches aber bestimmtes PLONK zurufen, auch wenn es sonst nicht meine Art ist.
Antwort von der Anfänger am 05.04.2001 Ja Kasimir, ich kann noch was anderes, TAUCHEN!
Antwort von Rudi am 05.04.2001 Kasinier, ich glaube Du nimmst das ganze etwas zu leicht. Natürlich kann man in einer Minute auf 25 m absteigen. Aber wer macht das schon?
Wer dermaßen hektisch einen Tauchgang beginnt braucht sich über hohen Luftverbrauch nicht zu wundern.
Dazu der Verbrauch für die Tarierung, der den Automaten auch noch kurzzeitig und damit hoch belastet.
Jetzt stellt sich für mich nur noch die Frage: Welcher Automat? Wie vereisungssicher?
Dazu die Feststellung im Bericht: Probleme mit der Luftversorgung.
Womit wir schon bei der wahrscheinlichsten der Ursachen währen, der Vereisung.
Dazu nicht ausreichende Erfahrung und damit hohe psychische Anspannung - und in der Folge ein Notaufstieg (der meistens gar nicht nötig ist!).
Übrigens wie Du zu der Einschätzung kommst daß der Aufstieg mit den von Dir genannten Daten kommst ist mir schon ein Rätsel. So eine Aussage können selbst Dekoexperten wegen der Vielzahl der Einflüsse kaum treffen!
Die 10m/min sind übrigens keinesfalls "konservativ" sondern millionenfach erprobt und als Minumum anzusehen.
Jeder, noch so kleine, Aufstieg verursacht Microblasen!!
Antwort von Rudi am 05.04.2001 Hi Anfänger, der Du sicher keiner bist.
Etwas mehr Sachlichkeit wünsche ich mir von Dir aber schon.
Wir sind hier doch Gleichgesinnte und wollen voneinander lernen, indem wir miteinander diskutieren.
Antwort von uli am 05.04.2001 Hi Rudi, Du hast Recht. Sachlichkeit ist angesagt.
Antwort von Kasimir am 05.04.2001 Rudi, es ging nicht um einen wirklich stattgefundenen Tauchgang, sondern um die Frage flotschies ob ein Tauchgang mit diesen beiden Kennzahlen zwangsweise in der Dekokammer enden muß. Und das muß er, wie ich dargelegt habe, nicht. Daß der Tauchgang in der Praxis vermutlich ganz anders und viel gesundheitsschädlicher verlaufen ist, ist zwar sehr wahrscheinlich, aber darum ging es doch gar nicht.
Zumindest sind wir uns darin einig, daß 10m/min eine akzeptable Auftauchgeschwindigkeit sind
Ich habe aus eigener Erfahrung folgendes Profil zu bieten (ausgelesen aus meinem Aladin Air): Walchensee, Abstieg zum Ford an der Galerie auf 38m. Dort nach ca. 3 Min. angekommen hat mein Automat abgeblasen, gefolgt von Wechsel auf Zweitautomat und schließen des Ventils. Nach 4 Minuten Tauchzeit beginnt der Aufstieg zum Sicherheitsstop, der nach weiteren 4 Minuten erreicht ist, dort kann das Ventil des Hauptautomaten wieder geöffnet werden. Bei Erreichen der Oberfläche hat der Aladin 11 Minuten Tauchzeit angezeigt. Was war an diesem Tauchgang ungesund?
Antwort von Andi am 05.04.2001 Hallo Kasimir, Rudi und flotschi!
Zur Frage, ob ein solcher TG in der Druckkammer enden muss:
Der Taucher wurde zwar in die Druckkammer der BF München verbracht, es fand jedoch nach der ausführlichen Untersuchung durch den diensthabenden Taucherarzt keine Behandlung statt.
Dies ist ein übliches und verantwortungsbewusstes Vorgehen. Da die meisten (Not-)Ärzte keine tauch- oder hyperbarmedizinische Weiterbildung haben, und die Situation vor Ort daher nicht fachgerecht einschätzbar ist, werden Taucher, die einen Notaufstieg aus größerer Tiefe durchgeführt haben nach Hinzuziehung des Rettungsdienstes meist routinemäßig in eine Druckkammer geflogen/gefahren. Dort wird dann zunächst eine tauchmedizinische Untersuchung durchgeführt, auch wenn (noch) keine Symptomatik vorhanden ist. Dabei spielt es fast keine Rolle, ob der TG in den üblichen Nullzeit- oder Dopplergrenzen stattgefunden hat. Die Entscheidung, ob eine HBO-Therapie indiziert ist, trifft der Taucherarzt in Abhängigkeit von Symptomatik, Tauchprofil, Unfallzeitpunkt u.s.w.. Im Zweifelsfalle wird auch der symptomfreie Taucher behandelt.
MfG
Andi
Antwort von Rudi am 05.04.2001 Hallo Andi, danke für die ergänzende Info. Interessant währe natürlich noch die Ursache für den Notaufstieg. Denn nur wenn wir die Ursache kennen sind wir in der Lage bei einem der nächsten TG vorbeugend etwas dagegen zu tun.
Vielleicht weiß ja jemand noch genaueres?
Antwort von Rudi am 05.04.2001 Hi Kasimier, besser als jeder Notaufstieg ist es seine Probleme vor Ort zu lösen.
Oder noch besser durch vorbeugende Maßnahmen gleich zu vermeiden.
Auch ich war schon ein paar mal in solchen Situationen. Nach Diskussionen und einigen Überlegungen habe ich meinen Automaten getauscht.
Einen Zweitautomaten hatte ich schon vorher.
Außerdem habe ich mein Ausrüstungskonzept nochmals verbessert.
Seitdem ist das Thema vereisen nicht mehr vorgekommen.
Übrigens deckt sich Deine Beschreibung teilweise mit meinen Erfahrungen:
1. Der Automat ist immer in den ersten Minuten nach erreichen des tiefsten Punktes vereist.
2. Nach dem zudrehen des Automaten für einige Minuten war dieser wieder einsatzbereit.
3. Die Luft war nie komplett weg, ich bekam noch genug.
4. Vor Vereisung ist man nie sicher!
5. Die eigene Einschätzung entscheidet wie kritisch die Situation tatsächlich wird. Panik löst den Unfall aus.
Deshalb halte ich es für so wichtig seine Probleme vor Ort zu lösen und deshalb ist in meinen Augen auch das Nachbriefing so wichtig.
Antwort von Armin am 05.04.2001 Genau. Aus diesem Blick ist vielleicht der Self-Rescue Diver von PDA keine schlechte Sache. Infos gibts unter www.pda-tauchsport.de . Schaut mal rein. Bin voll deiner Meinung.
Antwort von uli am 06.04.2001 Hi, in den Münchner Zeitungen gab es keine genaueren Angaben und über den weiteren Verlauf auch nichts. Wird schon nicht so schlimm gewesen sein. Ich vermute auch eine Vereisung. Das kommt schon öfter vor, kann aber ohne Probleme auch unten behoben werden. Es sind aber immer nur die Automaten von der Firma "S" betroffen. Komisch?
Antwort von flotschie am 06.04.2001 lieber uli,
woher weißt du das nur bestimmte automaten schuld waren?
Antwort von uli am 06.04.2001 hi flotschie, ganz einfach, wir tauchen jeden Sonntag im Starnbergersee und wenn ein Automat abbläst ist es ein "S". Die mit "M" tauchen haben noch nie ein Problem gehabt.
Das war bei unseren Tauchgängen im Starnbergersee. Bei Oberflächentemperaturen von 1-5 Grad. Unten hat es immer 4 Grad. Die Luftzufuhr für den Trocki und das Jacket erfolgt über zwei getrennte erste Stufen.
Antwort von flotschie am 06.04.2001 also kannst ja sagen welche firma das ist - hab gerade erst mit dem tauchen angefangen, gib mir nen tipp !
Also ich stell mir das mit dem "Abblasen" so vor: das mundstück (2.stufe) vereist im bereich des Luftduscheknopfs und bläst deshalb luft ab -stimmts?
Das was mir beigebracht worden ist: mundstück nur halb in den mund nehmen, man kann trotzdem atmen -richtig?
am besten warscheinlich würde ihr sagen: 2. Stufe von "M" kaufen an alle ein schönes wochenende
Antwort von Uli-Flo am 06.04.2001 hi flotschi, es ist nicht so. Die erste Stufe verseist und du kannst trotzdem durch den Luftschwall der zweiten Stufe weiteratmen und lass um Gotteswillen das Mundstück fest im Mund. Es fehlt gerade noch, dass es dir rausfällt. Meine Automaten sind von Mares.
Ebenfalls ein schönes Wochenende. Wir sind wieder im Starnbergersee.
Antwort von der Anfänger am 06.04.2001 Jetzt wird es hier aber so langsam richtig gefährlich. Wenn Ihr nicht so richtig Bescheid wißt über Vereisung von Reglern, dann haltet euch doch bitte zurück mit euren gefährlichen Ratschlägen. Uli-Flo, mach mir das doch bitte einmal vor, wie Du einen abblasenden Reglern im Mund behältst!!!!! Jetzt werden hier genau die Halbweisheiten wiedergegeben, die u.U. den nächsten Unfall hervorrufen. Oh ist mir schlecht, ich werde mich jetzt von diesen Seiten fernhalten und kann nur allen anderen empfehlen, dies ebenso zu tun.
Antwort von flotschie am 06.04.2001 uli-flo - wenn ich das mundstück fest im mund behalte bläst mir doch die ganze luft in den mund?? wir haben gelernt im notfall den regler halb zum mund hinhalten, du kannst atmen das geht!
willst mich umbringen??
an derAnfänger: nicht sich einfach davonschleichen sondern ausbessern!!!!!! wenn das ein verhalten ist das du beim tauchen auch durchführst dann weiß ich schon mit welchen leuten ich nicht tauchen werde!!
Antwort von Uli-Flo am 06.04.2001 hi, das ist hart. Das Mundstück festhalten ist ok, aber bitte nicht locker im Mund ohne Hand. Das Atmen ist trotzdem möglich wenn du ihn fest im Mund behältst.
Den zweiten Absatz streiche ich einfach.
Antwort von Rudi am 06.04.2001 Also Leute, immer mit der Ruhe. Der Automat bläst in der Starke ab, mit der er zum Zeitpunkt der Vereisung belastet wurde. Meistens ist das ohnehin der Atemzug. Diese Luftmenge geht problemlos über das Ausatemventil ab. Atmen kann man, allerdings mit der Sicht wird es schlechter.
Also ruhig bleiben, durchatmen, schauen wo der Partner ist und mit ihm ganz normal aufsteigen. Dazu das Fini kontrollieren.
Hier erklärt sich auch warum man nur mit zwei Automaten ins Süsswasser sollte und mit entsprechend großem Gerät.
Übrigens teile ich die Meinung über die Automatenmarken halbwegs. Schon rein konstruktiv ist eine balancierte kolbengesteuerte erste Stufe stärker gefährdet. Trotzdem: es gibt keinen vereisungssicheren Automaten. Es gibt nur mehr oder weniger vereisungssichere Automaten.
Deshalb tauche ich nur mit 2 voneinander unabhängigen Automaten. Der Oktopus ist hier auch keine Lösung.
Deine Fragen und Feststellungen sind alles andere als dumm und blöd.
Es ist richtig, dass nach Tabelle bei 5 min. in 25 m kein Dekostopp nötig ist. Aber du hast ja auch gleich die Lösung präsentiert: Aufstiegsgeschwindigkeit mit mehr als 10 m/min. Zwar kannst du in Tiefenbereichen zwischen 40 und 25 Metern ohne Probleme mit 15 m/min. aufsteigen, dagegen solltest du zwischen 0 bis 10 Metern die Aufstiegsgeschwindigkeit auf 7,5 m/min. drosseln. Du hast ja bestimmt gelernt, dass in diesem Bereich die Druckdifferenz am grössten ist.
Muss der Verunfallte wirklich in der Druckkammer behandelt werden? Das Problem sind die schnell aufsättigenden Gewebe (ZNS, Gehirn, Leber). Das erste Kompartiment ist bereits nach 4 min. zu 50% gesättigt! Bei zu schnellen Notaufstiegen nach kurzer Tauchdauer sind deshalb auch diese Gewebe betroffen. Wenn jetzt der Verunfallte z.B. im Rückenmark eine Schädigung aufweist, gehört er unverzüglich in die Druckkammer! Die ersten Minuten sind entscheidend. Die Verabreichung von 100% Sauerstoff am Tauchplatz ersetzt nicht die Druckkammerbehandlung! Ist aber eine sehr sinnvolle 1. Hilfe am Unfallplatz (schnellerer Stickstoffabbau da Partialdruckgefälle in Lunge grösser).
Vereisungssichere Automaten gibt es nicht! Bezüglich der Lungenautomaten empfehle ich dir dich in einem Fachgeschäft beraten zu lassen und dich nicht vom Stammtischgespräch - oder unsachlichen Kommentaren in diesem Forum - beeinflussen zu lassen.
Antwort von uli am 09.04.2001 Hi Delphin, stimmt alles was du sagst, der "anfänger" (nicht flotschi) ist leider ein Unwissender und man sollte seine Sprüche nicht ernst nehmen.
Es ging um die Frage, bei einer Vereisung Mundstück fest im Mund behalten, oder lose im Mund oder vor dem Mund halten!
Es gibt keinen Grund das Mundstück nicht fest im Mund zu halten. Zu seinem Buddy zu schwimmen und auf den kompletten zweiten Automaten umzusteigen. Den vereisten Automat vom Druck nehmen und ohne Stress weiter zu atmen. Klingt leicht, ist für eine neue Situation sicher nicht einfach. Nach ein paar Minuten ist voraussichtlich der vereiste Automat wieder einsatzfähig. Im Winter ist es nicht ratsam aufzutauchen, da das Oberflächenwasser meistens noch kälter ist als 4 Grad.
Es stimmt auch, dass kein Automat total Vereisungssicher ist. Habe ich auch nicht behauptet. Nur, dass wir mit den Maresautomaten, im Gegensatz zu den "S" keine Probleme hatten und haben.
Flotschi, um das zu testen, kannst du einfach auf 3m gehen, am besten im Winter da haben die meisten Seen ca 1 Grad oben, und deinen Automaten zum Vereisen zu bringen. Dann kannst du selbst feststellen, es ist kein Problem das Mundstück im Mund zu behalten! Jetzt hast du die beste Möglichkeit mit deinem Buddy das Obengenannte durchzuspielen und auf sicherer Tiefe Erfahrung zu sammeln. Da siehst du auch gleich in welchem Luftschwall du dich befindest und mit welcher Körperhaltung du noch am meisten siehst.
Ich hoffe, ich konnte dir einen wichtigen Tipp geben. Wenn du dich über Vereisungen unterhältst uns Tipps bekommst, frag einfach mal, ob der schon in einer solchen Situation war.
PS. wir waren am Sonntag im Starnbergersee, ohne Vereisung.
Antwort von Angelfire am 09.04.2001 Aber Hallo!
Da schreibt eine Zeitung einen kleinen an Hintergrundinfos sparenden Lückenfüller und hier beginnt direckt eine Grundsatzdiskussion. Hammer.
Ich fange zwar erst an zutauchen, also so im Hallebad und so, Vereinsmäßig. Ich finde das toll und bin froh nu doch endlich tauchen zu lernen. Für `den Anfänger`: TG=0
Sooo kann ich eigentlich nichts zu diesem Threat beitragen [Ou! Threat, ich habe mich hiermit wohl als Computertaucher geoutet, was immer `der Anfänger` auch damit meint. Schade über mich. Meint er damit uns die wir ab und an im Netz surfen und einen Computer haben oder meint er die Taucher mit Tauchcomputer. Benutzt er keinen? Jemand der alles im Kopf behält und beim Tauchgang schon den von morgen und übermorgen durchgeht und nebenbei seinen Aufstieg berechnet begibt sich auf dieses Niveau?
Ich selbst lernen Tauchen um Spaß zu haben, Bunte Sachen zu sehen und das wunderbare Gefühl der Schwerelosigkeit zu empfinden.
Vielleicht bist du ja auch ein Gibts-das-auc-in-schwaaz-Tek-Tacher und kannst nicht anders.
In diesem Sinne:
Gute Besserung!
Der `echte` Anfänger
Antwort von uli am 09.04.2001 Hi Angelfire, mach weiter so und viel Spaß beim Tauchen und schwerelosem Gleiten.
Antwort von Uwe am 10.04.2001 Hallo, Ich war der Tachunfall im Starnberger See
Es ist echt interessant zu lesen wie manche Leute mit nicht vorhandenen Kenntnissen hausieren und auch gleich noch die "richtige" Antwort parat haben. Ich kann euch nur soviel sagen, mein Automat ist am 01.04. im Starnberger See nicht vereist (wenn etwas derartiges passiert, liegt es doch wohl meist an der schlechten Wartung, Servicekosten gespart usw.), ich hatte ausschließlich Probleme mit dem Jacket und der Tarrierung aufgrund meines noch nicht so reichhaltigen Erfahrungsschatzes in den heimischen Gewässern. Der Aufstieg war für mich ab einem betimmten Zeitpunkt nicht kontrollierbar und echt zu schnell. Um die Frage vorweg zu beantworten, was ich auf dieser Tiefe gesucht habe, ich weiß es selbst nicht so richtig aber es kamen wie bei jedem Unfall mehrere Dinge zusammen, die ich auch nicht weiter darlegen möchte. Wie auch schon oben richtig erwähnt war eine Druckkammerbehandlung nach einer sehr ausführlichen Untersuchung durch einen kompetenten Arzt Gott sei dank nicht notwendig. Meiner Lunge und meinen Ohren geht es auch wider sehr gut. Zurückzuführen ist mein guter Gesundheitszustand laut Taucharzt auf das kontinuierliche Atmen (wie hätte ich das mit einem vereisten Automaten machen sollen?) während des gesamten Aufstiegs.
Abschließend möchte ich mich hier in diesem Forum auch nochmals für das gute Zusammenwirken aller beteiligten Rettungskräfte beginnend bei dem freiwilligen Helfer der Wasserwacht über die Rettungssanitäter des BRK Starnberg, die Flugrettung Großhadern und die Mannschaft der Feuerwache 5 bedanken, denn letztendlich haben wir diesen Leuten im Ünglücksfall unser Leben zu verdanken. Ich war in meinem Fall sehr beruhigt darüber zu wissen, das jederzeit die Möglichkeit einer Druckkammerbehandlung bestanden hat.
Für die Leute die es wirklich interssiert: 7mm Halbtrocken mit 5 mm Eisweste und Sherwood Maximus Tauchgang war bis zum Problem nach ca. 15min echt ok, Sicht war gut Temp 3-4°C war auch im Halbtrocken zu ertragen.
PS: glaubt doch einfach der Presse und dem Getratsche etwas weniger und baut auf sachliche Informationen.
Antwort von uli am 11.04.2001 Hi uwe, das Vereisen von Automaten hängt nicht nur von der richtigen Wartung ab, sondern vom Aufbau, der Umgebungskälte und dem Luftdurchfluss.
Sehr wohl ist es möglich bei einem abblasenden Automaten kontinuierlich zu Atmen. Siehe oben!
Warum sollten 25m zu tief sein?
Ich bin froh, dass es dir gut geht und dankbar für deinen Bericht.
Meinen Dank auch an die Rettungskette.
Antwort von Rudi am 11.04.2001 Hallo Uwe, danke für Deinen ehrlichen Bericht. Finde ich toll, daß Du die Informationen ergänzt. Lernen kann man aus den Unfällen nur wenn man die Ursache kennt.
Die Spekulation "Vereisen" war natürlich eine Spekulation, da hast Du recht. Allerdings niemand hat etwas anderes behauptet.
Das Thema vereisen ist aber gar nicht so abwegig. Bitte lies meinen Beitrag weiter oben zu dem Thema.
Auch wenn der Sherwood einer der Automaten ist, die etwas sicherer sind, würde ich an Deiner Stelle künftig mit einem zweiten Automaten tauchen. Solltest Du mehr Infos zum Thema vereisen brauchen, dann schick mir einfach eine Mail.
Die Frage, ob die 25 m zu tief waren beantwortet sich, glaube ich, selbst.
Ich freue mich jedenfalls für Dich daß Dir nicht mehr passiert ist und wünsche Dir noch viele schöne entspannte Tauchgänge.
Antwort von Wolfgang am 14.04.2001 Hi Uli
Ich freue mich, dass es dir wieder soweit ganz gut geht und du den Zwischenfall ohne größere Körperlichen Schäden überstanden hast.
Nun zu den bisherigen Kommentaren.
Ich habe selten soviel Schwachsinn auf so wenig Seiten gelesen.
Aus Fehlern lernen sollte die Devise heißen. Nicht Selbstdarstellung auf der untersten Ebene, so wie es hier getrieben wurde und auch auf anderen Seiten getrieben wird.
Die Regeln für den Kreidesee Hemmmoor sollten auch für die Starnberger -, Walchensee- und alle Kaltwasser – Taucher gelten, und auch eingehalten werden.
Tauchregeln im Kreidesee Hemmmoor:
Es darf nur mit getrennt absperrbarer Luftversorgung getaucht werden, d.h. zwei komplette Atemregler an getrennt absperrbaren Abgängen. Die Ausrüstung wird kontrolliert (seit Oktober 1995).
Auch sollten Unfallmeldungen qualifizierter und detaillierter publiziert werden.
Antwort von Neo am 16.04.2001 Der Einzige, der in diesem Forum absolut keine Ahnung zu haben scheint, ist "der Anfänger". Die Kommentare von allen Anderen hier sind sachlich absolut richtig und auch taucherisch vertretbar, obwohl ich nicht überall zustimme. Einzig und alleine was der Anfänger hier von sich gibt, zeugt von Ignoranz und Idiotismus allerhöchster Güte. Traurig, dass solche Leute noch tauchen gehen dürfen. Ich bezweifle übrigens, dass er wirklich ein Taucher ist. Wahrscheinlich ist er ein 13-jähriger, pickliger Komplexler, der zu viel Zeit hat, und uns Taucher auf die Nerven gehen möchte. Schade, dass er das nötig hat.
Übrigens, Anfänger: Du wolltest das wissen: Ich bin PADI Master Scuba Diver, 80TG.
Bernhard
P.S.: Gebt Idioten keine Chance!
Antwort von uli am 17.04.2001 Hi wolfgang, ich hatte keinen Unfall.
Das war Uwe, vermutlich ein Tippfehler.
Auch ich bin für zwei getrennte Stufen in unseren Seen. Eine Kontrolle wie in Hemmmoor ist mit Sicherheit nicht möglich und sollte auch nicht stattfinden. Eigenverantwortung ist gefragt.
Antwort von uli am 17.04.2001 Hi Wolfgang, zu deiner Meinung: "Auch sollten Unfallmeldungen qualifizierter und detaillierter publiziert werden."
Es ist leider nicht möglich aus einer Nachricht in der Münchner Abendzeitung mehr zu machen und ist auch nicht gewollt. Die Information wurde genau so weitergegeben.
Das sie von einem Idi.... aufgebauscht wird war nicht vorhersehbar.
Antwort von Armin am 17.04.2001 Es steht ja auch dabei - näheres ist nicht bekannt. Wenn ich mehr darüber wüsste würde ich ja auch mehr schreiben.
Antwort von Schoorroo am 22.04.2001 Tja sehr interessant hier. Man liest vieles und schüttelt auch manchmal den Kopf, vorallem wenn selbst ernannte Tauchgötter sich mit ihrem imensen Wissen aufplustern wie ein übergrosses Wing-Jacket.
Meine Meinung zum Ganzen ist, das halt immer wieder mal was schief gehen kann. Wir sind halt auch nur Menschen. Richtig ist auch der Kommentar, dass man aus diesen Fehlern lernen soll. Zu diesem Unfall kann ich nur sagen, dass unerfahrene Seetaucher zuerst in sichern Gewässern sich an die z.T. widrigen Gegebenheiten und auch an die neue Ausrüstung gewöhnen sollten.
25 Meter sind halt im dunklen trüben See schon ziemlich tief.
Zudem stimme ich mit Wolfgang überein, dass zwei unabhängige, separat absperrbare 1. Stufen mit je einem Automaten in unseren Gewässern Pflicht ist. Die eigene Gesundheit und Sicherheit sollte einem das Wert sein. Bei uns wir auf jeden Fall nur so getaucht und auch so ausgebildet. Alles was unter 10 Meter geht, hat sich so auszurüsten.
Zum Notaufstieg ist zu sagen, dass es das A und O ist, dass man während man aufsteigt, ausatmet. Tests haben gezeigt, dass man auch aus 40 Meter ohne Luftversorgung mittels Notaufstieg an die Oberfläche gelangen kann. Aber eben, die sich expandierende Luft muss raus, aber das lernt man ja sowieso in der Ausbildung, oder?
Betreffend der S und M Ausrüstung. Ich habe bis jetzt immer nur abblasende Automaten gehabt, wenn ein S und ich meine nicht Sherwood, hinten drauf stand. Ich persönlich schwöre darum auf Mares.
Also guet Luft
Schoorroo
CMAS T*** 360 TG
Antwort von uli am 23.04.2001 Hi Schooroo, genau das ist es und ich bin wirklich froh, dass sich Uwe bei uns gemeldet hat und die wirklichen Tatsachen ansprach.
Ich finde, es konnte nichts bessere passieren, als daß Uwe wohlbehalten aus der Sache herausgekommen ist und sich dann auch noch hier in Forum gemeldet hat! Denn dadurch ist es möglich, uns allen zu helfen, aufgrund seiner Erfahrungen ähnliche Zwischenfälle zu vermeiden.
Seine Selbstkritik sollte uns alle eine Warnung sein vor einer Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und "Tiefengeier"-Tauchgängen, wie im Forum oft genug beschrieben.
Sich selbst an seine Grenzen heranzutasten ist eines.
Aber sich ständig bewußt zu sein, daß man sich im Falle eines unvorhergesehenen Zwischenfalles schon jenseits seiner Grenzen befinden könnte ein anderes.
Wir dürfen einige Dinge nicht vergessen:
- Wir sind dort unten nur zu Gast und gehören eigentlich nicht dorthin
- Unsere Ausrüstung versucht das Auszugleichen, was uns die Natur nicht mitgegeben hat. Sie dann nicht 100% verläßlich und perfekt sein, egal ob ein A,M oder S darauf steht.
- Wir reißen immer mindestens einen Buddy und evtl. Rettungstaucher etc. mit hinein, wenn etwas passiert
- Das Tauchen soll Spaß machen, das "Bunte-Fische-Gucken", das durchs Wasser Schweben. Aber den letzten Kick brauchen wir uns dabei nicht zu holen.
In diesem Sinne allen, besonders Uwe, noch viele unfallfreie schöne Tauchgänge.
Und bitte: Bleibt sachlich, wir alle wollen hier aus Tauchunfällen Lernen und die Erfahrungen Anderer Aufarbeiten. Profilierungssucht und Besserwisserei haben in diesem Forum nichts zu suchen.
meiner Meinung nach gibt es kein Problem, welches unterwasser nicht gelöst werden könnte.
Wenn man technisch (Erfahrung, Ausrüstung) für den geplanten Tachgang geeignet vorbereitet ist und nicht allein zum tauchen geht, ist "ein Problem mit der Luftversorgung" in jedem Fall ein einfach und schnell zu lösendes Problem.
Antwort von Conny am 02.05.2001 Die Einstellung von Simon halte ich für äußerst gefährlich!
Wie kann es sein, daß so viele Taucher, die als erfahren bezeichnet werden und eine gute Ausbildung genossen haben, wegen genau diesen Atemluftproblemen einen Unfall erleiden und vielleicht sogar ums Leben kommen (sh. auch Unfall am Millstätter See 1.5.)?
Der Faktor Mensch und insbesondere die Panik führen oft dazu, daß selbst Taucher die es besser wissen, die Hilfe von ihren Buddy nicht mehr annehmen KÖNNEN und unweigerlich in diesem Moment den Notaufstieg als einzige Rettung ansehen.
Die wenigsten von uns sind jemals in solch einer ernsthaften Situation gewesen und
wir können nicht so tun, als ob dieses "Katastrophen-Handling" uns im Ernstfall genau so einfach glingt wie beim Übungstauchgang, wo es dann auch noch vorher abgesprochen wird.
Und daraus zu schließen, daß "ein Problem mit der Luftversorgung in jedem Fall ein einfach und schnell zu lösendes Problem" sei, ist bodenloser Leichtsinn und zeugt von unverantwortlicher Selbstüberschätzung.
Antwort von Angelfire am 02.05.2001 Ja gut, sooo drastisch muss man es ja nu auch nicht ausdrücken, aber an sich hast du ja recht.
Antwort von h2oo2 am 30.07.2005 - 12:56 Hallo leute,
ich bin neu hier,möchte aber gerne was zu sagen.
Simon,ich bin vollkommen deine meinung,es gibt FAST nichts was man da unten nicht lösen kann.Aber das kommt erst nach viele,viele tauchgänge.100% ist man nirgends sicher,stimmts?
oder wisst ihr was die rechte oder linke hand wenn ihr schläft macht?Ich habe 812 TG hinter mir und war auch schon in Deko,aber 100% bin ich mir immer noch nicht.
Schönen Gruß an alle---Victor
Antwort von Euregiotaucher am 08.08.2006 - 15:08 Hallo Uwe
schön das du wieder fit bist.
Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute und keine Unfälle. Das wünsche ich im Übrigen auch jedem anderen der sich unter Wasser begibt - egal wieviel Tauchgänge er hat.
Ich denke du hast für die Zukunft aus dem Unfall auch gelernt dich erst mit deiner Ausrüstung anzufreunden.
Wie gesagt alles Gute für die Zukunft
Ein anderer Uwe
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