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40-stündige Odyssee überlebt
Abgesandt von Redaktion -gm- Registriertes Mitglied am 28.04.2008 - 13:16:

Für acht Hobbytaucher ist ein Ausflug zu einem taiwanischen Korallenriff vor Kenting zu einem
Alptraum geworden. Durch starke Strömung wurde die Gruppe ca. 80 km abgetrieben. Nach 40 Stunden konnten sie dank einer großangelegten Suchaktion leben geborgen werden.
Der begleitende Tauchlehrer Ting Po Ling organisierte die Taucher während dieser 40 stündigen Odyssee, so daß alle Taucher mit nur leichten Verletzungen wie Sonnebrand und Unterkühlung gerettet werden konnten.



Antwort von Lukas(AUT) Registriertes Mitglied am 28.04.2008 - 13:56
einer meiner Alpträume hoffe die Beteiligten erholen sich rasch! Dehydration sollte man nicht unterschätzen
Antwort von RichiH Registriertes Mitglied am 28.04.2008 - 20:05
Wie hat der die denn organisiert? Gibt es da ganz konkrete Tipps, wie man sich in einer solchen Situation verhalten sollte?
Blei weg (vielleicht bis auf bei einem falls man zur Not runter muss), zum Schlafen zwei auf Wache halten oder alle aneinander festbinden und nach Moeglichkeit mit Flossen, Bojen, was auch immer Kopfschutz basteln ist klar, aber was sonst?
Ein Platypus (2l Trinkbeutel) kann in so einer Situation sicher auch helfen, den hab ich eh gerne dabei weil sich Salzwasser so schlecht trinken laesst.


Richard
Antwort von gunther Moderator am 30.04.2008 - 10:09
Ein Artikel zu dem Thema Salzwasser Trinken in Notlagen und vor allem WIE..
Hier klicken

Fazit:
Direkt am Anfang etwas Salzwasser ist ok, es verzögert die Dehydration. Ist man erst dehydrit ist es gefährlich und führt durch die Osmose zur weiteren Austrocknung.

Gunther
Antwort von Taucher3667 Registriertes Mitglied am 30.04.2008 - 21:48
Ein schrecklicher Vorfall, den wir Taucher zum Anlass nehmen sollten, verstärkt auf moderne Sicherheitsvorkehrungen an Bord zu achten - wie z. B. dem ENOS-Ortungssystem. Nicht umsonst wird das mittlerweile von großen Verbänden wie PADI oder VDST empfohlen. Strömung kann uns alle treffen, egal ob "Open Water Diver" oder "Instructor". Gott sei Dank, dass alles gut ausgegangen ist.
Antwort von RichiH Registriertes Mitglied am 02.05.2008 - 09:00
Zu dem Thema haben wir uns uebrigens neulich ausfuehrlich ausgelassen: Hier klicken
Antwort von Flossensausen Registriertes Mitglied am 05.05.2008 - 00:02
Eine sehr bedenkliche Geschichte. Wieder einmal.

Das vielgelobte ENOS-System ist sicher ein guter Ansatz. Leider wird sehr wenig über die Reichweite angegeben. Unter günstigsten Bedingungen habe ich noch nicht von mehr als 5 Kilometern gelesen. Vom Zodiac aus sollen es nur wenige hundert Meter sein. Es ist eine verbreitete Annahme das System würde direkt ÜBER den (GPS)-Satelliten senden. Dem ist aber nicht so. Leider gibt es keine genauen Angaben zu dem Tauchgang (Seegang, Sicht, usw.), daher lässt kann wohl niemand abschätzen ob die Distanzen ausreichend gewesen wären.

Sich wäre wohl eher ein 406-MHz-Seenotsender. Aber bislang konnte ich kein Gerät finden das tiefer als 10 Meter tauchen darf. Ausserdem ist es zumindest in Deutschland mit der Registrierung nicht so einfach.

So steht eine einigermaßen kostengünstige und wirklich sichere Lösung noch aus.

Antwort von RichiH Registriertes Mitglied am 05.05.2008 - 09:21
Flossensausen: Guck mal in den anderen Fred. Da hab ich was ueber das 406 MHz System mit GPS Ortung im wasserdichten Kanister von OMS geschrieben. Das Ding hat sogar nen Kurzreichweitensender fuer die Schiffe, die dann schon naeher an dir dran sind. Nicht ideal und sicher mit OMS Preisen + Neuigkeitszuschlag (also neu is eigentlich nur der groessere Kanister), aber billiger als ne Beerdigung samt Rueckfuehrung isses allemal (falls sie dich denn finden).

Richard
Antwort von RichiH Registriertes Mitglied am 05.05.2008 - 09:28
Noch ein Nachtrag: In Hier klicken bin ich nochmal auf deine Bedenken eingegangen. Bevor ich Cross-paste verlink ich lieber nochmal


Richard
Antwort von Flossensausen Registriertes Mitglied am 06.05.2008 - 14:39
Der Artikel von OMS entspricht ziemlich genau meiner Idee die ich im März 2007 unter Signalmittel eingestellt habe. Nur hätt ich mir halt ein Lampengehäuse als druckfestes Gehäuse gesucht, da mir der Behälter von OMS nicht bekannt war. Als Sender den ACR AquaFix 406. Wenn das Ding für 750 Eus übern Tisch geht ist der Preis in Ordnung, einigermaßen
Antwort von PDIC Registriertes Mitglied am 16.05.2008 - 18:32
Aus meiner Sicht ist der Dye Marker (Farbmarkierer) von OMS eine opimale, platzsparende (passt in jedes Jacket) und vor allem aber auch günstige Lösung (12 EUR).

Das Pulver ist umweltfreundlich und wird von Flugzeugen aus kilometerweit gesehen (nicht umsonst benutzt u.a. die NAVY ebenfalls Farbmarkierer).
Antwort von RichiH Registriertes Mitglied am 20.05.2008 - 02:42
Ist aber die Frage wie lange die Farbe sich im Wasser haelt. Darf ich das erst rauskippen wenn ich das Flugzeug schon sehe? Oder kann ich das einsetzen und es haelt fuer zehn Stunden? Was ist mit Stroemung? Etc, etc..
Antwort von PDIC Registriertes Mitglied am 21.05.2008 - 18:07
Hi RichiH,

war um Glück noch nie in der Situation und werde hoffentlich auch nie in diese geraten. Aber von der Logik her ist es wohl klar, dass der Farbfleck nicht für Stunden hält, da Strömungen etc. den Farbteppich auseinander reißen.
Rettungsflugzeuge fliegen aber auch keine 10.000m hoch wie Passagierflugzeuge. Heißt also bei Sichtkontakt mit Flugzeug Behälter öffnen, Pulver auskippen.

Die eierlegende Wollmilchsau gibt es eh nicht und zum Glück passieren diese Szenarien auch nicht wirklich häufig (zumindest offiziell). Aber ich habe zumindest für ganz kleines Geld eine Sicherheit die in jedes Jacket passt.

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