Wenn man in unseren Breitengraden taucht und vor allem wenn man dies ganzjährig macht, ist ein Nassanzug nicht die erste Wahl. Wer die Kosten für einen Trocki scheut, ist eventuell mit einem Halbtrockenanzug sehr gut bedient.
Aufbau und Funktion
Der Halbtrockenanzug
Camaro Semi-Dry Der Halbtrockenanzug ist, wie der Name schon sagt, eine Mischung aus Nassanzug und Trocki. Vom Nassanzug hat er das Material, er besteht aus 5mm - 8mm starkem Neopren. Vom Trocki hat er oft den gasdichten Reisverschluss (den aber nicht alle Halbtrockenen haben), der in diesem Fall verhindert, dass Wasser eindringt. Außerdem sind an Ärmeln und Beinen und manchmal auch am Hals Dichtmanschetten, die die Wasserzirkulation einschränken. Besonders zusammen mit den richtigen Füßlingen und Handschuhen wird so effektiv verhindert, dass größere Mengen Wasser eindringen.
Bei einem Halbtrockenanzug ist die Passform extrem wichtig. Er sollte möglichst gut sitzen, d.h. möglichst eng anliegen, damit sich keine Lufttaschen bilden. Diese könnten nämlich in der Tiefe durch den entstehenden Unterdruck zu einem Hautbarotrauma führen.
Einige Halbtrockenanzüge haben zusätzlich noch einmal eine Eisweste (meistens 7mm Neopren), um den Kernbereich des Körpers zusätzlich zu isolieren. Dadurch wird die Eignung des Halbtrockenanzugs für Kaltwassertauchgänge noch einmal erhöht. Diese wird zusätzlich erhöht, wenn es sich um eine Maßanfertigung handelt.
Vor- und Nachteile des Halbtrockenanzugs
Die Eisweste allein
Vorteile:
- Wärmeisolierung deutlich besser als beim Nassanzug
- Auch für Kaltwassertauchgänge in unseren Breiten geeignet
- Deutlich billiger in der Anschaffung als ein Trockentauchanzug
Nachteile:
- Erheblich teurer als ein Nassanzug
- (Geringe) Gefahr von Hautbarotramata
- Nicht so komfortabel und warm wie ein Trockenanzug
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Halbtrockenanzug eine gute Wahl ist, wenn man plant, auch hier zu tauchen und nicht gleich einen Trocki kaufen will. Wenn man dann noch ein Modell mit Eisweste wählt, das man dann ohne die Weste auch in wärmeren Gegenden tragen kann, hat man eine gute Wahl getroffen.
© 2006 - Andreas Nowotny