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 Geschrieben von Andreas

Tauchanzüge

von Andreas Nowotny

Egal ob Baggersee bei Bonn oder Meer um die Malediven - ohne angemessenen Tauchanzug wird einem früher oder später beim Tauchen immer kalt. Das liegt daran, dass Wasser ein sehr guter Wärmeleiter ist, was dazu führt, dass unser Körper im Wasser ca. 24 mal so schnell auskühlt wie an der Luft. Der Schutz vor Unterkühlung ist daher die Hauptaufgabe des Tauchanzugs.

Hauptsächlich aufgrund ihrer Schutzwirkung gegen Auskühlung sind Tauchanzüge daher auch als PSA (Persönliche Schutzausrüstung) der Klasse II eingestuft. Das bedeutet in der Praxis, dass Hersteller oder Importeure von Tauchanzügen dafür sorgen müssen, dass sie mit den entsprechenden Bestimmungen konform sind und daher ein CE Kennzeichen erhalten. Um das CE-Zeichen zu erhalten findet für jeden Anzug eine so genannte Baumusterprüfung statt, die folgendes überprüft:

  • Ist eine sichere Verwendung der PSA gewährleistet?
  • Entspricht das getestete Modell den Fertigungsunterlagen?
  • Erfüllt das Modell die Anforderungen der Normen?
    • EN 14225-1 (für Nasstauchanzüge)
    • EN 14225-2 (für Trockentauchanzüge)

Die ersten Tauchanzüge wurden schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt, ein Pionier war der nach England ausgewanderte Deutsche August Siebe. Zusammen mit George Edwards entwickelte er den oberflächenversorgten, geschlossenen Helmtaucheranzug zur Serienreife. Mit diesen Anzügen aus Segeltuch, die durch einen Schlauch von der Oberfläche mit Luft versorgt wurden, erreichten Taucher erstmals größere Tiefen.

Eine deutliche Verbesserung dieses Prinzips war die Verwendung von vulkanisiertem Gummi, das 1839 von Charles Goodyear entwickelt wurde. Die Taucher konnten jetzt wärmende Wollwäsche tragen, da das Gummi vollständig wasserdicht war. Neopren als Material für Taucheranzüge kam erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf. Die Firma Barakuda vertrieb 1954 die ersten Tauchanzüge aus diesem Material.

Auf den folgenden Seiten findet Ihr einen kurzen Überblick über die verschiedenen Arten von Tauchanzüge und die Materialen aus denen sie hergestellt werden:


Was ist dieses Neopren eigentlich und werden auch andere Materialien für Tauchanzüge verwendet?


Der Klassiker, der in der einen oder anderen Form von jedem Taucher irgendwann einmal getragen wird.


Wenn es mal wieder etwas kälter wird, ist dieser Anzug die bessere Wahl als ein reiner Nassanzug!


Das einzig Wahre, wenn man gerne in kühlen Gewässsern unterwegs ist. Jetzt stellt sich nur die Frage ob aus Neopren, Trilaminat oder sogar Gummi?



© 2006 - Andreas Nowotny

Infos

Wracktauchers Paradies. Die Solomonen. Taucht ein in Olis Solomonen-Wrackführer. Dort gibt es Wracks in Hülle und Fülle, und auch zu der Historie der untergegangenen Schiffe ist jede Menge zu lesen. Tauch ein in die Solomonen


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