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Du bist hier: Onlinemagazin 71. Ausgabe Graue Jäger an den Brothers Little Brother





 Geschrieben von Linus

Der kleine Bruder

Little Brother, rund 1,5 Kilometer südlich von Big Brother gelegen, verfügt zwar weder über einen Leuchtturm noch über ein Wrack - dafür finden sich hier, im Vergleich betrachtet, aber die eventuell sogar noch spektakuläreren Tauchplätze:
Hier sind die Steilwände noch einen Tick steiler, die Fischschwärme noch ein wenig größer, die Großfischbegegnungen noch etwas häufiger und die imposanten Gorgonien noch zahlreicher. Auch der Guide mit einer ständig „Wo sind Haie???“ rufenden Gästeschar im Rücken kann hier durchatmen: Dank eines Tauchganges, der an einem Punkt fast schon eine Art „Haigarantie“ bietet.

Skizze Small Brother
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Auch vor Little Brother übernimmt ein Zodiak, während das Safariboot vor Wind und Wellen geschützt und fest verankert hinter dem südlichen Ende der Insel liegt, zu über 90% den Transport der einzelnen Tauchgruppen.
Der eigentliche Tauchgang beginnt dann meist direkt über dem der Insel vorgelagertem Nordplateau und nicht, wie so häufig bei Big Brother, seitlich davon. Während das Zodiak an der Oberfläche langsam seine Runden dreht und den aufsteigenden Luftblasen der Taucher folgt, geht es unter Wasser gegen die zum Teil starke Strömung senkrecht und möglichst schnell nach unten - rund 40 Meter unter der Wasseroberfläche wartet dann ein kleiner, aber dennoch gut sichtbarer Riffvorsprung auf die Taucher: Die äußerste Nordspitze des hiesigen Plateaus!

Fischsuppe
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Hier bricht sich nicht nur die meist aus dem Norden kommende Strömung, hier hat sich zusätzlich noch eine augenscheinlich beliebte Putzerstation eingerichtet - die Kombination aus beiden Punkten scheint zumindest auf Haie eine nahezu magische Anziehungskraft auszuüben: Bei einem einzigen Tauchgang zählten wir dort zwei Hammerhaie, vier graue Riffhaie und einen einzelnen Schwarzspitzenriffhai!
Aber auch die Seitenwände der Insel haben einiges zu bieten: Während man von der Strömung getragen an der nicht enden wollenden Korallenlandschaft entlang gleitet, ziehen oftmals Riffhaie, Großaugen-Stachelmakrelen (caranx sexfaciatus), Schwarzflossen-Barrakudas (sphyraena qenie) und stattliche Tunfische durch das Freiwasser.
Das Riff, im oberen Bereich stark zerklüftet, dabei teils überhängend und vollständig von Weichkorallen bedeckt, imponiert in tieferen Gefilden mit wahren Gorgonienwäldern. Hier finden sich überall unzählige Riffbarsche sowie Schwärme von Schnappern, blauen Füsilieren und jungen Barrakudas.

Großer Napoleon im Roten Meer
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Napoleon-Lippfische in allen Größen begleiten die Tauchgänge und zeigen sich dabei oftmals erstaunlich zutraulich - wer schon immer mal Schildkröten fotografieren wollte, der sollte hier ebenfalls fündig werden.
Leider verstreicht die Tauchzeit dabei oftmals wie im Flug und man muss diesen fabelhaften Ort, an den Ankerseilen der Safariboote angekommen, viel zu schnell wieder verlassen. Im Gedächtnis jedoch verbleiben die faszinierenden Bilder eines wirklich atemberaubenden Tauchgebietes.


Schildkröte
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08.01.2009 10:16 Taucher Online : 165
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