HBO sebstgemacht ! Abgesandt von Adsolli am 09.08.2008 - 20:37:
Hallo!
Wer weis, wo man eine 15 l Sauerstofflasche (ja, genau, 100% O² ) mit dem zugehörigen Lungenautomaten, der das verträgt, kaufen oder leihen und wo man die Flasche wieder auffüllen kann?
tja günstig müsste es auch noch sein :O)
Darum geht es:
Ich hatte mehrere Hörstürze von dene extremer Tinnitus und eine Hörminderung geblieben ist. Durch die Arzt-Mühle mit Diagnosen, Infusionen etc bin ich durch.. Das was jetzt (noch akut) helfen wird ist wie vor Jahren schon mal eine HBO-Therapie. damals 16 Sitzungen a 160 Eur, Krankenkasse zahlt nicht => ich pleite.
Na klar, ins Ausland oder selbermachen!
So ein Tauchgang geht mit Pressluft auf 14 Meter, wo man 3* 30 Min lang 100% O² atmet mit jeweils Pausen von ca 10 Min; aufgetaucht wird am besten noch mit O² bis 3 Meter. (Ach ja, der See sollte nicht kalt sein! Dafür gibts in der Druckkammer normalerweise eine Klimaanlage)
(zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Google :O)
Bin gespannt auf eure Antworten und sag erst mal Danke!
Antwort von O2-freak am 09.08.2008 - 21:21 Also: auf 14m mit 100% O2 hast Du einen O2 partialdruck von 2,4 bar (und das ist um einiges höher als der für`s tauchen maximale empfohlene pO2 von 1,6 bar) - die chancen für einen Sauerstoffkrampf, der UW meistens tödlich endet, sind sehr groß.
Falls Du das wirklich ernst meinst, dann besorg dir auf alle Fälle zumindest eine Vollgesichtsmaske, damit Du im Falle eines Krampfes zumindest klitzekleine Überlebenschancen hast... (wenn ein Tauchbuddy dabei ist, der sich um Dich kümmern kann...)
z.B. dort könntest du dich eindecken.
Oder bei Linde-Gas oder etlichen weiteren.
!!!ABER!!!
für unterwasser ist so eine Therapie nicht tauglich, sondern lebensgefährlich.
Alleine als Laie mit O2 herumhantieren kann schon sehr gefählich sein.
An der Pberfläche eine Sauerstoffvergiftung riskieren ist noch OK, aber unterwasser kann sowas ab 6m Tiefe passieren und wegen des Sauerstoffkrampfes zum Tod durch ertrinken führen.
Mal unabhängig davon, dass du bei Überdosierung deine Lunge (Avolen) schädigen kannst.
Antwort von tauchmed-rv am 09.08.2008 - 22:05 Da fällt mir nur ein:
Garantiert erfolgreiche Maximaltherapie des Tinnitus: Selbstmord.
Und Ihr helft noch dabei....
Kopfschüttelnd,
Dr. med. T. Sonnberger
Taucherarzt (GTUEM e.V.)
info ät tauchmedizin-rv.de
Antwort von Adsolli am 09.08.2008 - 22:09 Hmm.. ist richtig, doch dafür gibts die Pausen. Details sind z.B. unter Hier klicken nachzulesen in "Grundlagen der HBO-Therapie"
Drum sag ich ja "zu Risiken und Nebenwirkung" ... :O)
Mein Problem ist eher wo man die Sachen ausleihen kann und nicht allzuweit zu einem warmen 14m tiefen See hat. Momentan bin ich bei einer Kauf-Lösung im Raum München bei knapp unter 1000 EUR für 10 TGs angelangt. Immerhin schon 100 statt 160 Euronen pro TG. Schätze das wird noch besser..
Apropos Buddy: wer will zugucken?
Antwort von crazydoc am 09.08.2008 - 22:14 IN der Behandlung des Hörsturzes gibt es keine sicher wirksamen Therapien, die durch wissenschaftliche Studien belegt sind. Auch die HBO ist keine evidence based medicine.
Ich wäre mit derartigen selbsversuchen, anders kann man das nicht bezeichnen, nicht einverstanden und muss aus medizinischer sicht davor dringend abraten!!!
FA f. HNO
Antwort von Adsolli am 09.08.2008 - 22:40 Hey Leute, ich wollte hier nicht eure Emotionen aufmischen! Die Theorie kenne ich und die Wirksamkeit habe ich selbst erfahren. Schon nach der ersten Sitzung war fast vollständig Ruhe! (Währen des 1.TG allerdings extrem laut)
Bitte keine HNO-Schelte sondern realistische Lösungen!
Nebenbei bemerkt ist Fatalismus NICHT mein Ding; obwohl sich natürlich auch die Frage stellt wie hoch die Lebensqualität mit einem D-Zug im Ohr auf Dauer ist. Es ist halt leider nicht nur ein bischen pfeifen...
Nun gut, ich habe noch etwas Zeit (kein Geld da keine Arbeit da D-Zug im Kopf) und nehme auch gerne ernstgemeinte Tips bez. günstiger Behandlung im Ausland (Tschechei etc.) entgegen.
Gerne lasse ich mich auch in eine HBO einladen und nehme Spenden dankbar an.
Sorry, so siehts aus, jede Woche Verzögerung kostet Heilungschancen.
Antwort von Dr.Ing.Enderfall am 09.08.2008 - 22:44 Die paar Euro wirst du, wenn du vom Erfolg überzeugt bist, wohl selbst zusammenbringen. Zumal es nur um die Differenz zwischen Tauchen und bezahlter Therapie geht, 16x160=2560EUR. 16x Tauchen, sagen wir je 50EUR (wie auch immer zusammengesetzt, Fahrtkosten sind ja auch dabei), sind 800EUR. Wegen 2560-800=1760EUR willst du lebensgefährliche Experimente machen? Ich glaube, du machst Spaß.
Wenn du so wenig Geld hast, dann gib das Tauchen auf, und schon reichts für die Therapie. Aber vermutlich hast du nur Langeweile, oder?
Antwort von D-32 am 09.08.2008 - 22:47 Sollte dies kein Troll-Fred sein, dann geht das viel billiger:
Was willst du mit einer 15 l Buddel? 10 l oder 20 l ist handelsüblich beim Gaselieferanten.
Dann kauf dir beim Tek-Tauchhandel einen Adapter von O2 auf Luft und schraub da deinen stinknormalen Atemregler dran.
Sieht zwar vielleicht bisschen doof aus, wenn du mit einer Industrieflasche in den See gehst, aber das soll egal sein.
Wenn die Buddel leer ist, tauschst du sie bei Linde & Co gegen eine volle um.
Du kannst unbesorgt auch O2 technisch verwenden, ist das gleiche Zeug drin, spart nochmals Geld.
Und wenn du die Serie überlebst, mach mal Bericht, ob es was geholfen hat.
@ o2-freak
Wer nach Zahlung von 16 x 160 Euro pleite ist, hat auch kein Geld mehr für eine ordentliche VG-Maske.
Antwort von crazydoc am 09.08.2008 - 23:15 Hopfen und Malz verloren.
Jedes weitere posting sinnlos!
Wenn pleite und beim Selbstversuch totgegangen, kostet das einmal den Sozialversicherungsträger die anonyme Urnenbestattung.
Wenn er es überlebt, pleite ist und keinen Job bekommt, kostet es die Sozialsysteme mit Pech 50 Jahre lang viel Geld.
Lass ihn also doch machen!
Antwort von Adsolli am 10.08.2008 - 00:00 Was ist los mit euch? Mich wundert, welche Richtung das hier nimmt.
Ich greife hier niemanden an, verarsche auch niemanden und es ist nicht lustig.
Ich weis was ich vorhabe, also spart euch bitte Anmerkungen mit Selbstmord-Schwachsinn! Pseudo-Halbwissen und Emotionen helfen mir hier nicht weiter. Manche die hier posten haben vermutlich nicht mal recherchiert, scheint es mir.
Thema Geld:
Ideen mit Geld helfen JETZT nicht weiter, wenn es sich nicht um echte Hilfe handelt.
(In diesem Fall ist Dokumentation selbstverständlich.. )
Vielleicht gibt es einen Club, der als Gegenleistung für reale Hilfe den Exklusivbericht in der Zeitung bekommt!
Währen wir in den USA und nicht in Deutschland hätten manche Leser hier statt Panikattacken realistieche Unterstützung parat und würden mich ernst nehmen.
(hmm vielleicht ist das rechtlich möglich, wenn ich es aus Eintrittsgeldern für Zuschauer finanziere? -- ok, sorry, das war echt ein Witz)
Antwort von constantin.westkott am 10.08.2008 - 00:07 Selten so einen bescheuerten und gleichzeitig noch perversen Kommentar gelesen wie den letzten. Unter aller Sau und moralisch absolut indiskutabel.
Sorry, aber mehr fällt mir dazu nicht ein...
Antwort von boesewicht am 10.08.2008 - 01:07 Hey Troll ...
Kennst Du den Unteschied zwischen Atmen von 100% Sauerstoff in einer Druckkammer und dem Atmen von 100% Sauerstoff UNTER WASSER ????????????
An Deiner Stelle würde ich erst mal die Tinitusbehandlung außen vor lassen und den Geisteszustand untersuchen und behandeln lassen ...
Wo liegt die Tiefengrenze, wo man UNTER WASSER 100% Sauerstoff atmen kann ohne mit gesundheitlichen Schäden zu rechnen ?
Antwort von Adsolli am 10.08.2008 - 01:41 Wogegen kämpft ihr eigentlich?
(Wer wirklich so schlau ist um über den Geisteszustand von jemand anderem zu urteilen, wird auch über die psychologischen Kenntnisse verfügen die anderen Kommentare hier zu interpretieren )
Ich versuche nicht jemanden von etwas zu überzeugen, sondern hatte einfach nur eine Frage in einer Notlage.
Und Ihr stürzt euch drauf wie eine Horde Kinder auf den Brillenträger im Kindergarten.
Es reicht hier, schämt euch!
Ich werde euch nicht die Freude machen mich dadurch zu disqualifizieren, daß ich jemanden, wie ihr selbst es tut, beschimpfe, bescheuert oder pervers nenne.
Ungeachtet wie seltsam im das Thema hier erscheinen mag, wer jetzt noch in dieser Weise antwortet stellt sich also hier selbst bloß.
Ehrlich gesagt, ich erwarte jetzt hier keinen ernsthaften Vorschlag mehr.
Nun gut, es war ein Versuch.
Antwort von bestof34 am 10.08.2008 - 02:40 Also eine 15 lit Sauerstoffflasche bekommst du samt Regler in vielen Tec-Taucher-Onlineshops.
Füllen kannst du das bei vielen Tauchshops lassen.
Der Körper reagiert im Wasser etwas anders auf den Sauerstoff als in der Druckkammer. Im Wasser treten die Vergiftungserscheinungen schneller/früher auf. Je kälter das Wasser, desto schneller ist dieser Effekt ebenfalls gegeben. Hast du Stress oder bewegst dich zu sehr (körperliche Arbeit), dann können solche Vergiftungserscheinungen schon bei 4 m auftreten.
Was dir die Kollegen hier versuchen zu erklären ist, dass du bei einem Partialdruck von 1,6 bar, bei „optimalen“ Bedingungen ca. 45 min Zeit hättest. Bei einem Partialdruck von 2 bar sind das dann nur noch 30 min. Bei einem Partialdruck von 2.4 bist du schon auf 15 min herunten (und das bei optimalen Bedingungen).
3 x 30 min auf 14 m mit 10-minütiger Pause führt ziemlich sicher zu einem Unfall.
Wenn du das also in die Tat umsetzen möchtest, dann solltest du das auf einer Plattform oder im Schwimmbad machen, solltest ein guter und sicherer Taucher sein, solltest durch einen sehr guten Taucher abgesichert werden, solltest die Tiefe reduzieren und solltest mit deinem Arzt darüber sprechen.
„Normalerweise“ machen das ähnlich betroffene Menschen im Schwimmbad auf ca. 6 m, abgesichert durch einen Taucher. Ein „Sicherungstaucher“ würde grob fahrlässig handeln, wenn er mit dir tiefer als diese 6 m geht.
Immer Gut Luft
Antwort von constantin_w am 10.08.2008 - 03:09 Ich bezog mich übrigens auf den Post von D-32. War offensichtlich nur zu langsam...
Antwort von Scuba Dude am 10.08.2008 - 07:47 Die groessten Unterschiede zwischen einer Sauerstoffvergiftung in der Druckkammer und im Wasser sind:
1. In der Kammer unter Ruhe ist die Toleranz wesentlich groeser.
2. Hat jemand eine Sauerstoffvergiftung in der Kammer, wird direkt die Maske abgenommen oder auf Luft umgeschaltet (Monochamber) bzw. beides. Unter Wasser muesste die Maske gewechselt werden oder evtl. das Gas irgendwie umgeschaltet werden.
3. In der Kammer wird der Druck vom Betreiber geteuert, waehrend der bei Tauchen von der Wassertiefe abhaengt. In der initialen Phase einer Sauerstoffvergiftung hat das Opfer einen Stimmritzenkrampf und muss unter dem gleichen Druck bleiben bis dieser vorbei ist, um eine Lungenueberdehnung zu verhindern.
4. In der Kammer ist es viel schwerer zu ertrinken.
5. Waehrend einer Kammerfahrt ist medizinisches Personal und Notfallausruestung direkt in der Naehe - teilweise ist sogar eine Krankenhaus drumrum gebaut...
Fazit: Das Risiko sowie die Gefaehrlichkeit einer Sauerstoffvergiftung ist in einer Hyperbaren Kammer deutlich kleiner als unter Wasser.
160 Euro sind uebrigens mal ganz nebenbei noch recht guenstig. Bei Kammerfahrten z.B. in Thailand werden oft so um die 600 - 800 US$ berechnet.
Wenn du mehr Interesse an Theorie zu nasser Rekompression hast, dann google mal unter "Inwater Recompression".
Antwort von Markus E am 10.08.2008 - 10:57 Hallo zusammen,
ich habe etwas ähnliches 2006 durchgeführt.
In dem Fall handelte es sich um einen Kumpel von mir und dessen Sohn. Beide hatte eine chronische Borreliose, bei der HBO auch helfen kann, von den Kassen aber nicht bezahlt wird. Ich habe seinerzeit das Equipment (Sauerstoffspeicherflaschen und Überströmschlauch) zur Verfügung gestellt. Beide waren ausgebildete Taucher, der Vater TL. Eigene Ausrüstung war also vorhanden (incl. Trocki, da die Tauchzeiten immer ca. 1 Stunde betrugen und über einen Zeitraum von etwas über einem Monat durchgeführt wurden)
Getaucht wurde im Schwimmbad auf 4 Meter Tiefe. Ziemlich langweilig, aber beide haben dort Schach gespielt.
Anfangs war ich mir auch nicht sicher, ob ein ppO2 von 1,4bar ausreichend ist. Wir haben dann ohne Antibiotika begonnen, um zu sehen, ob wir im therapeutisch wirksamen Bereich liegen. Nach 3 Tagen (bzw. 4 beim Sohn) hatten wir eine deutliche Herxheimer-Reaktion. Das ist eine Reaktion des Körpers auf Bakteriengifte, die beim Untergang größerer Mengen von Erregern entstehen. Von diesem Zeitpunkt an wurde zusätzlich Antibiotika gegeben und Saunagänge durchgeführt.
Das Ergebnis war ein voller Erfolg. Beiden geht es heute noch gut. Das kann sich natürlich wieder ändern, da nicht bekannt ist, ob sie noch Borrelien im Körper befinde. Die Sauviecher sind echt die Pest. Bei einem Rückfall würden beide sofort wieder ins Wasser gehen.
Wir haben das damals mit Wissen des behandelnden Arztes durchgeführt. Er meinte, wenn es sich um ausgebildete Taucher handelt, kann ein Versuch nicht schaden.
Im Verlauf des Versuches hatte ich zu 2 anderen Tauchern Mail-Kontakt, die ebenfalls von einer Verbesserung nach Tauchgängen mit hohem ppO2 berichten konnten.
Borreliose wie auch Tinitus sind Erkrankungen, die die Lebensqualität stark heruntersetzen können. Betroffene versuchen fast alles um das loszuwerden oder auch nur zu mildern.
Es scheint mir allerdings fraglich, ob das ohne entsprechende Ausbildung und auch Ausrüstung (Trocki) möglich ist. Eine Stunde im Wasse möchte ich mir jedenfalls nicht regelmäßig ohne ausreichenden Wärmeschutz geben.
Die Preise hielten sich überigens im Rahmen. Sauerstoff in 50l-Flaschen (300bar) kosten unter 30€ (Leiflaschen) und Schwimmbadkosten fielen nicht an, da beide eine Jahreskarte hatten. Das Schwimmbad muss natürlich mitspielen, aber beide waren dort bekannt, da auch regelmäßig Ausbildung dort betrieben wurde.
Schönen Gruß
Markus
Antwort von Thor_ben am 10.08.2008 - 11:12 Hallo,
mich entsetzen wirklich sehr die ernst gemeinten Vorschläge, diesen Versuch im Freiwasser durchzuführen.
Eine Plattform o.ä. hilft nicht viel, nicht einmal ein anwesender Arzt kann u.U. die schweren Folgen eines Ertrinkungsunfalles verhindern. Und ein Krampfanfall unter Wasser führt definitiv zum (beinahe)Ertrinken, wenn man solches übelebt, kann man sicher von einem Hirnschaden als Folge ausgehen.
Das Risiko dabei ist sehr hoch: Etwa 1 Krampfanfall/1000 HBO-Therapien, bei Kälte steigt das Risiko, bei körperlicher Betätigung ebenfalls, multipliziert mit 16 "Therapieeinheiten"...und die Wahrscheinlichkeit beim eingetretenen Krampfanfall u.w. folgend zu versterben würde ich mal wohlwollend auf 90-95% einschätzen. Man muss nicht gut rechnen können, um sich hier das Risiko auszurechnen...
Mein einziger ernstgemeinter Vorschlag: Versuch den konservativen Weg oder aber recherchiere, welche Arbeitsgruppen in Deutschland an der HBOT des Tinnitus noch arbeiten, melde Dich dort als Proband und bitte, dass Du kostenlos teilnehmen darfst, oder versuche auch in anderen Studien Dich als Proband anzubieten. Alles andere
Antwort von Mark W. am 10.08.2008 - 11:18 @Marcus E
Interessanter Ansatz: hört sich spannend an! Aber der Erfolg hat Euch ja auch Recht gegeben. Bei einem ppO2 von 1,4 und unter Berücksichtigung der anderen Randbedingungen scheint mir das Risiko auch überschaubar gewesen zu sein.
Adsolli möchte die Aktion aber unter einem ppO2 von 2,4 bar in unseren heimischen Gewässern starten, und das auch noch allein. Da drängt sich mir der Verdacht auf, dass er nicht wirklich weis, was er sich da antun möchte.
Ich habe zwar seid 20 Jahren auch einen Tinitus (in einer erträglichen Form), das nervt zwar manchmal gewaltig, aber mich potentiell umbringen würde ich mich deshalb auch nicht wollen. Da würde ich doch eher schauen wie ich das Geld für die Druckkammerfahrten zusammen bekommen könnte.
Grüße
Mark
Antwort von D-32 am 10.08.2008 - 11:19 @ adsolli --> Posting von 00.00
Sorry, du hast ein Rad ab!
Glaubst du wirklich, irgend ein Tauchclub bzw. deren verantwortlicher TL wird dir helfen und das ganze womöglich noch auf Video dokumentieren, wie du dich umbringst? Der ist damit schon beinahe im Knast und danach auf jeden Fall.
Leih dir eine O2-Flasche, besorg dir einen Adapter O2 auf Luft und mach das allein. Leg einen Zettel ans Ufer, wo du bist, damit jemand das Equipment später schneller findet und der Gaslieferant seine Buddel wiederbekommt.
@ Markus
Interessantes Ergebnis! Aber mit po2 = 1,4 bar auch ein kalkulierbares Risiko.
Antwort von tauchmed-rv am 10.08.2008 - 12:04 So, nun noch einmal Klartext, Adsolli:
Lass die Finger davon! das ist Selbstmord. Egal was hier an theoretischer Spielerei und fraglich erfolgreicher Therapie gepostet wird.
Jeder, der hier noch so wohlgemeinte Ratschläge und Erfahrungsberichte abgibt sollte sich an die eigene Nase fassen: Würdet Ihr dies einem guten Freund empfehlen?
Adsolli, versuche die persönlichen Ursachen des Tinnitus weiterhin anzugehen, klammere Dich nicht an diese Idee mit einer "Unterwasser- HBO".
So, wo ist nun der Moderator in diesem Forum, der seine Verantwortung in diesem Bereich zeigt?
MfG,
Dr. med. T. Sonnberger
Taucherarzt (GTUEM e.V.)
Warum das Ergebnis so gut war? Keine Ahnung. Bzgl. des Unterschiedes der o2 Belastung in der Kammer und im Wasser ist ja bisher noch nichts wirklich stichfestes erklärt. Ich kann nur raten. Wenn hohe ppO2 im Wasser gefährlicher sind, könnte es aus irgend welchen Gründen auch bei der Wirkung auf Borrelien so sein. Die langsamen Gewebe werden evtl. besser vom Sauerstoff erreicht (um die geht es bei Behandlung von Borreliose, da dort Antibiotika schlecht hinkommen).
@ Mark W
Einen Versuch unter höherem ppO2 würde ich auch als zu gefährlich einstufen. Über den Gedanken, das alleine in einem See durchzuführen, brauchen wir hier wohl nicht zu reden.
Eine paar Fragen noch an Adsolli:
Bist Du ausgebildet? Wenigstens Nitrox?
Verfügst Du über die entsprechende Ausrüstung?
Allgemein:
Klar kann er ein Troll sein. Falls aber nicht, könnte es einen Versuch wert sein - dann aber nicht mit den von ihm vorgeschlagenen Parametern. Das dürfte aber in den vorangegangenen Postings schon klar geworden sein.
Schönen Gruß
Markus
Antwort von Markus E am 10.08.2008 - 12:31 @ tauchmed-rv
> ... und fraglich erfolgreicher Therapie gepostet wird.<
Wir hatten nach ein paar Tage eine Herx.
Krankheitsdauer vorher über 10 Jahre.
Seitdem nichts mehr.
> ... und Erfahrungsberichte abgibt sollte sich an die eigene Nase fassen: Würdet Ihr dies einem guten Freund empfehlen? <
Wenn Du meinen Bericht meinst: Ja
Jeder, der technisch mit mehreren Gasen taucht, setzt sich regelmäßig einer ähnlichen oder höheren O2-Belastung aus. Da ist nichts dabei. Was spricht gegen einen Versuch, etwas zu tun, was tausende Täglich auch wärend der Ausübung ihres Hobbys tun? Nichts. Natürlich muß die entsprechende Ausbildung und Ausrüstung vorhanden sein.
Schönen Gruß
Markus
Antwort von gunther am 10.08.2008 - 13:29 Tauchunfall: In 20 Meter 7 Atmenzüge aus einer 100%O2 Stage statt der 50% endeten tödlich.
Als warnendes Beispiel, so geschehen an einem deutsche See vor einigen Monaten.
Mir wäre das zu gefährlich, probiere doch mal 100% in 7 Meter für 1 Std., vielleicht hilft das ja schon.
Antwort von Markus E am 10.08.2008 - 14:08 1,7 bar ppO2 wäre mir für eine Stunde auch zu hoch.
Lt. NOAA hast Du bei dem ppO2 Deine Uhr nach 10 Minuten auf 100%. Nach einer Stunde bist Du auf 600%.
Hast Du Dich evtl. verschrieben?
Antwort von whaleshark am 10.08.2008 - 14:55 Adsolli
wie Du das handhaben sollst dazu sage ich nix.
Aber warum nimmst Du nicht mal Kontakt mit dem hier anwesenden Tobias von tauchmed-rv auf. Schätze mal, dass er weiß von was er hier spricht und vielleicht hat er den ein oder anderen Tipp für Dich.
Nur so eine Idee
Antwort von issdochgal am 10.08.2008 - 21:01 Diese Partialdruck Diskussion wird aber auch immer viel zu wichtig genommen.
Die Russischen Kampftaucher verrichten schwere Arbeiten in 20m Tiefe und verweilen dort locker 45 Min ...und das mit O2 Kreiseln!!! Ich glaube das sind die Gleichen, die auch mit 4 Promille noch gut Áutofahren können.
Soll doch jeder machen, was er will! Und wenns nicht klappt -> Darwin-Award!!!!!
Antwort von kwolf1406 am 10.08.2008 - 22:04 Sind junge, selektionierte und topfitte russische Kampftaucher repräsentativ für die hyperbare O2-Empfindlichkeit von Normalbürgern?
Antwort von kwm am 10.08.2008 - 23:44 Das Bedürfnis nach Heilung oder wenigstens Linderung der Beschwerden kann ich verstehen. Nur der von Dir angedachte Weg heilt Dich nicht, sondern er wird Dich töten. Wenn dann beschränke Dich auf eine Tiefe von ca. 5 Metern und mache das ganze unter Aufsicht im Schwimmbad. Aber keinesfalls alleine in Tiefen, in denen der Sauerstoffpartialdruck toxsische Werte erreicht.
Gute Besserung,
Klaus
Antwort von Kölle Alaaf am 11.08.2008 - 14:31 lass es sein, verstehe ja, dass Du Deinen "notgedrungen" entstandenen Ansatz im ersten Moment gt gefunden hast. Aber die genannten Hinweise auf die Risiken und Gefahren sollten Dich von Deinem Himmelfahrtskommando abhalten lassen !
Antwort von henri am 11.08.2008 - 23:08 issdochgal
Das gehört wohl 1. ins Reich der Fabeln oder warst Du schon mal persönlich dabei?
2. Tauchen viele militärische Organisationen mit deutlich erhöhten, akzeptierten Ausfallquoten.
Für therapeutische Ansätze oder Freizeittauchen ist das absolut inakzeptabel.
Antwort von Blaupunktrochen am 12.08.2008 - 01:32 Hab` den Eindruck, daß Adsolli es ernst meint und wirklich verzweifelt ist, wenn er solch ein hohes Risiko eingehen will.
Ganz billig und unproblematisch wäre eine Therapie mit 1.0 Bar ppO2. Das ist schon mal das 5-fache von Luft. Die Einwirkungsdauer könnte entsprechend verlängert werden. Kann das auch helfen oder gibt es Untersuchungen, daß man für solche Behandlungen auf jeden Fall mehr als 1 Bar braucht?
BPR
Antwort von Markus E am 12.08.2008 - 15:49 < ... oder gibt es Untersuchungen, daß man für solche Behandlungen auf jeden Fall mehr als 1 Bar braucht? >
Einer der Taucher, mit denen ich Kontakt hatte, hat bei den Borrelien mit Nitrox (Kreislaufgerät) bei einem ppO2 von 1bar eine Verbesserung erreicht, die er damit nichtmal angestrebt hatte. Es ging ihm nach dem Tauchen besser und irgendwann hat er einen Zusammenhang festgestellt.
War allerdings nur ein mir bekannter Fall, bei dem ich keine Eckdaten habe (TG-Dauer, Gesamtdauer).
Ob das mit Tinitus vergleichbar ist? Eher nein, da andere Ansätze gefahren werden. In einem Fall geht es um die zerstörung von Bakterien, im Anderen um bessere O2-Versorgung.
Schönen Gruß
Markus
Antwort von schwob am 13.08.2008 - 05:29 Hallo Adsolli, dein Link geht bezeichnender Weise auf eine Druckkammer in der auch Aerzte anwesend sind. Ansonsten wuerde ich dir, wie alle anderen abraten 14 meter Tiefe mit 100% Sauerstoff zu machen. Hast du dich schon mal mit den ueblichen Verdaechtigen, wie DAN und / oder Aquamed in Verbindung gesetzt? Vielleicht koennen die dich finanziell unterstuetzen bei einer Sauerstoffkur in einer Druckkammer. Ich wuerde es hier mal mit "Dokumentation" und "werbezwecke" argumentieren. Die Therapie in einer Druckkammer ist uebrigens genau so, naemlich, dass Sauerstoff bis zum Erreichen der Kraempfe zugefuehrt wird, nur eben trocken unter Druck und im Beisein von Aerzten. Versuch mal mit verreingestuetzten Druckkammern zu reden, we zum Beispiel die Druckkammer in Ueberlingen.
Antwort von Thor_ben am 13.08.2008 - 11:33 Halt Halt Halt und stop!
1.) HBOT ist KEINE Kur, sondern eine Therapie.
2.) DAN und Aquamed sind Tauchsportversicherungen, keine privaten Krankenversicherungen.
3.) Die HBOT ist eben nicht "genauso", dass einfach mal ein bisschen O2 in Überdruck in einen Patienten gepustet wird, es kommen weitmehr Einflussfaktoren hinzu, wie Dauer, Partialdruck, Air-Breaks.Nach solchen Kriterien wird u.a. die jeweilige zu fahrende Tabelle ausgewählt. Und zuletzt
4.) ist von vereinsgestützter Selbsttherapie ebenso abzuraten wie von der "nassen Kompression".
Der Stand der HBOT ist in Deutschland ein sehr schlechter, nicht zuletzt, weil die Therapie durch zahlreiche Off-Label-Anwendungen in Verruf gekommen ist und seither ein "homöopathisches Image" hat.
Also bitte, wenn hier schon der persönliche Nachdruck so groß ist, diese Therapie nicht evidence-based anzuwenden (was für den Tinnitus derzeit noch zutrifft, wenn auch viele positive Erfahrungsberichte vorliegen), dann in einem Zentrum mit Erfahrung mit diesem Krankheitsbild.
Bitte! Vielleicht hat Adsolli ja Gelegenheit in einem HBO-Zentrum mit Erfahrung einen Sonderpreis zu bekommen; freundlich fragen kann nicht schaden.
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