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Scapa Allgemein
Wo liegt überhaupt Scapa Flow ?

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Insel Hoy bei Ebbe
Mit freundlicher Genehmigung vom Urheberrechtsinhaber
Herrn Lutz Drößler
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| Insel Hoy Strandgut |
Yesnaby Aussicht bei Seastack |
Mit freundlicher Genehmigung vom Urheberrechtsinhaber
Herrn Lutz Drößler
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Scapa Flow liegt im Norden von Schottland (und damit ca. 20km nördlich
des nördlichsten Zipfels der britischen Hauptinsel) zwischen den ca.
70 Orkney-Inseln, knapp unterhalb des 59. Breitengrades. Nicht alle Inseln
sind bewohnt -dies ist nur bei knapp der Hälfte der Eilande hier der
Fall. Scapa Flow ist die traditionelle Heimatbasis der britischen Marine.

Sind die Orkney-Inseln außer bei Scapa Flow ansonsten wrackfrei?
Mitnichten! Auch hier liegen wie auf obiger Karte und ua. Tabelle zu sehen
ist,noch haufenweise Wracks!
HMS Hampshire
(Achtung: Betauchbares
Kriegsgrab!!!)
| 10.850 BRT |
137m Länge |
1,5ml vor Marvick Head |
Dieser 21m breite Schlachtkreuzer wurde am 01. September 1902 in Kent
beim Chatham Dockyard durch Armstrong auf Kiel gelegt, dann am 24. September
1903 vom Stapel gelassen.
31 Kessel trieben über zwei 4-Zylinder Dreifachexpansionsdampfmaschinen
die ca. 22.000 ihp Leistung abgaben zwei Propeller in zwei Propellerschäften
an. Dies verlieh dem Schiff eine Maximalgeschwindigkweit von 23,6 Knoten
und eine Maximalreichweite von 4900 nautischen Meilen bei 13 Knoten Marschgeschwindigkeit. Dabei
konnten 1600 t Kohle und 400t Öl verbraucht werden. Der seitliche
Panzerschutz war 15,2-5cm Dick, das Deck 5cm.
Die Bewaffnung bestand in der Hauptartillerie aus vier 7.5"/45 cal
QF MK I-Geschützen, von denen 2 in Mittellinie augestellt waren und
zwei vorne nebeneinander. Außerdem waren noch sechs 8,8cm MkVII BL
QF-Geschütze in Einzelaufstellung Bestandteil der Hauptartillerie. Zur
Sekundärartillerie gehörten zwei 76mm QF HA MkI-Geschütze, zwanzig
47mm Mk II- Geschütze und zwei Vickers 37mm-Flakgeschütze die
später hinzugefügt wurden.
Außerdem hat das Wrack noch zwei Torpedorohre unter der Wasserlinie
zu bieten.
Am 15. Juli 1905 wurde sie in Dienst gestellt. Während ihrer Dienstzeit
hatte sie viel zu tun. Sie reiste 1911-1912 in das Mittelmeer und 1912-1914
in den Fernen Osten. Bei Ausbruch der Feindseligkeiten 1914 nahm sie Teil
an der Jagd auf die SMS Emden (bei den Cocos Keeling Inseln wegen
erdrückender Übermacht selbstversenkt) die einen Handelskrieg
in den Tropen am Kriegsanfang betrieb. Schließlich nahm sie noch 1916
als Teil des 6. Kreuzergeschwaders an der Skagerrakschlacht teil.
Am 5. Juni 1916 dampfte die HMS Hampshire mit zwei Zerstörern
als Begleitschiffen Richtung Archangelsk/Rußland um die gemeinsamer
Kriegstaktik abzustimmen-an Bord hatte man eine wichtige und gleichzeitig
legendäre Person: Der Heeresminister Lord Kitchener! Man fuhr durch
einen Sturm-die Begleitschiffe konnten nicht mithalten und so setzte die
HMS
Hampshire ihre Reise um dem Sturm zu entgehen auf einer Route allein
fort, die nicht regelmäßig geräumt wurde. Trotz des Sturms
mit Stärke 9 hielt sie eine Geschwindigkeit von 13,5 Knoten bis sie
in der Nähe von Marwick Head bei Birsay vor Mainland/Orkneys auf eine
Minensperre aus 22 Seeminen auflief, die SMU 75 am 29. Mai erst
ausgelegt hatte. Eine Explosion erschütterte den Rumpf und durch das
Loch am Bug rauschten Tonnen von Wasser in das Schiff - Rauch zog über
das Vordeck. Die Besatzung strömte weg von dem Brandherd auf das Achterdeck,
unter ihnen auch Lord Kitchener. Dies war das letzte Mal, daß er gesehen
wurde.
Nach dem Minentreffer konnte sich die HMS Hampshire nur 15 Minuten
über Wasser halten. Von den 655 Besatzungsmitgliedern konnten sich
120 in Rettungsflöße und -boote retten. Der fürchterliche
Sturm und die Brandung an dieser bis zu 60m hohen Felsküste hatte
aber zur Folge,daß von diesen 120 Besatzungsmitgliedern in den Rettungsbooten
nur 16 das Inferno überlebten.
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Photo copyright Charles Tait.
Our special thanks to Dr. Tait who kindly
allowed us to use his great photos on our site.
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Die HMS Hampshire liegt nun kopfüber in ca. 68m Tiefe. Hierbei
liegt die Steuerbordseite auf dem Seebett auf, die Backbordseite nicht. So
bietet diese Seite die besten Einblicksmöglichkeiten. Die flachste
Stelle am Wrack ist die Schraube , die bei ca. 55m anzutreffen ist. Dem Kreuzer
fehlt eine der 43 t schweren Schrauben. Sie steht heute im Museum in Hoy
bei Lyness. Bisher war sie wegen ihrer Tiefe außerhalb der Tauchmöglichkeiten. In
Zeiten fortgeschrittener Tauchtechnik und neuer Atemgase ist dies aber
kein Hindernis mehr. Problematisch ist lediglich, daß das Wrack in
einem Gebiet liegt, daß für seine starken Strömungen bekannt
ist. So muß man sich zum Tauchen die schwächeren Tidenzeiten
des Monats aussuchen und sollte nur wärend der Tidenpausen tauchen.
Während des Tauchgangs hat man im klaren Atlantikwasser Sichtweiten
von ca. 20m und bietet so einen imposanten Blick auf das Wrack.
HMS Pheasant
| 1.025t max. |
90 m Länge |
NW von Hoy |
Die ca. 9m breite HMS Pheasant gehörte zu den Matchless
`M`-Dreischornsteinklasse -Zerstörern und wurde 1915 bei Fairfield
/ Clyde auf Kiel gelegt sowie vom Stapel gelassen. 1916 wurde sie dann mit
einer 120-köpfigen Besatzung in Dienst gestellt.
Die Geschwindigkeit von 34 Knoten wurde hier von drei Kesseln und zwei
Niederdruckdampfturbinen und einer Reiseturbine erreicht, die immerhin maximal
27.500 IPS erzeugten und auf drei Schrauben wirkten. Die Hauptbewaffnung
bestand aus drei 4-Inch QF-Geschützen und einer Sekundärartillerie
von zwei leichten Flakgeschützen. Außerdem befanden sich noch
zwei 21-Inch Doppeltorpedorohrsätze an Bord.
HMS Pheasant sank am 01. März 1917 ca. eine Meile westlich
vom "Old Man of Hoy"auf eine Tiefe von ca. 85m, nachdem sie auf eine Treibmine
aufgelaufen war. Der "Old Man of Hoy" ist eine charakteristische Felsnadel
an der Nordwestküste von Hoy. Die Treibmine verursachte eine weitgehende
zerstörung des Rmpfes, so daß er ziemlich zerfetzt ist. Die Hecksektion
ist aber immer noch gut erkennbar. Hier sind schöne Tauchgänge
mit einer Grundzeit von ca. 25min möglich.
HMS King Edward VII
| 16.910 BRT |
151 m Länge |
NW von Hoy |
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Dieses 26m breite Schiff mit einer geplanten Besatzung von 777 Mann
wurde im März 1903 in Devonport auf Kiel gelegt und lief am 13. Januar
1903 unter Beisein von König Edward VII vom Stapel. Die Indienststellung
erfolgte im Februar 1905.
Mit ihrer Vierzylinder-Dreifachexpansionsmaschine mit 18.300 IPS erreichte
sie trotz ihrer Stahlpanzerung eine Höchstgeschwindigkeit von19 Knoten
über ihre zwei Schrauben. Dabei erreichte sie unter Verbrauch von
maximal 2150 t Kohlen bzw. 400t Öl eine Fahrtstrecke von 2000
Nautischen Meilen. 3000 Nautische Meilen Reichweite erreichte sie bei einer
Geschwindigkeit von 17,5 Knoten. Ihre Hauptartillerie bestand aus vier
schweren Geschützen, die Sekundärartillerie aus 28 mittleren
bis leichten Geschützen. Außerdem war das Schiff noch mit vier
Torpedorohren ausgestattet.
Sie sank am 1. Januar 1916 südwestlich aber nahe der Orkney-Insel
Hoy bei Cape Wrath nach einem Minentreffer. Das dazugehörende Minenfeld
hatte erst kurz vorher der Sperrbrecher Moewe gelegt. Die Mine explodierte
unter dem Steuerbord-Maschinenraum - sofort bekam das Schiff eine leichte
Steuerbordschlagseite. Die Princes Melita und die Kempenfelt versuchten
das Schiff noch in den nächsten Hafen zu schleppen, doch stand gegen
sie eine zunehmend schwerer werdenende See und ein zunehmender Wind. Das
Schiff wurde immer schwerer manövrierbar und sank auch immer Tiefer
ins Wasser. Fünf Stunden nach dem Minentreffer war die Schlagseite
so stark, daß man sich entschloß, das Schiff aufzugeben. Ohne
den Verlust von Menschenleben ging die gesamte Besatzung von Bord und schiffte
sich auf den Zerstörern Fortune, Marne Musketeer und
Nessus
ein. Der Todeskampf des Schiffes dauerte aber noch vier weitere Stunden, bis
es dann endlich unterging. Das Wrack liegt heute kopfüber, wobei man
die ersten Rumpfplatten in ca. 102m Tiefe antrifft. Folglich ist dieser
Tauchgang regelmäßig ein Trimix-Tauchgang. Glücklicherweise
herrscht an diesem Wrack nicht viel Strömung, so daß dort lange
ruhige Grundzeiten von ca. 20 Minuten und mehr möglich sind. Von der
Rumpfoberseite kann man sich dann auf den Meeresboden sinken lassen, der
in ca. 115m Tiefe erreicht ist. Hier bietet sich ein reichhaltiges Trümmerfeld
dem Auge des Betrachters dar. Vor allem Kisten über Kisten mit 12-Inch
Granaten, große Suchscheinwerfer, Messingbullaugen und Lampen aller
Größen und Arten stechen ins Auge. Beim entlangschwimmen am
Rumpf kommt man an Öffnungen vorbei, die einem einen Einblick in die
verschiedensten Maschinenanlagen erlauben. Überall liegt Kohle herum, die
offensichtlich aus den Kesselräumen stammt.
SMU 15
| 644 tons untergetaucht |
57,88 m Länge |
58°22'N / 0°58'E |
Die 6m breite SMU 15 war als Zweihüllen-Hochseeuboot der
U13-Klasse noch vor dem Krieg bei der Kaiserlichen Werft in Danzig für
eine Mannschaft von vier Offizieren und 25 Mann gebaut worden. Ungewöhnlich
war wohl, daß dieses Boot von Petroleummotoren angetrieben wurde,
die 2x 350PS und 2x250 PS Leistung erbrachten. Weiter waren noch die E-Maschinen
mit einer Leistung von 2x 600 PS vorhanden. Diese verliehen dem Uboot eine
Überwassergeschwindigkeit von 14,8 Knoten bzw. 10,7 Knoten unterwasser.
Die Reichweite bei Verbrauch der gesamten Öllast von 64 tons bzw.
der vollen Batteriekapazität betrug aufgetaucht bei 14 Knoten 2000
Seemeilen, untergetaucht bei fünf Knoten 90 Seemeilen. Die Bewaffnng
bestand aus sechs 45cm-Torpedos die aus jeweils zwei Bugrohren oder zwei
Heckrohren verschossen werden konnten. Auf dem Vorderdeck befand sich weiter
noch eine 5cm-Kanone.
Am 9. August 1914 wurde es durch einen Rammstoß des Leichten
Kreuzers Birmingham bei den Orkneys versenkt.
Genaues zur Lage und Tiefe ist noch nichts bekannt. Bei Bekanntwerden
wird an dieser Stelle ein Update erscheinen.
HMS Opal
| 1.025t max. |
90 m Länge |
58° 45`N / 02° 50` W |
Bei der HMS Opal handelt es sich um einen Zerstörer derselben
Klasse wie bei HMS Pheasant.
Entsprechend gleichen sich die technischen Daten. Die HMS Opal
wurde 1915 bei Duxford / Sunderland auf Kiel gelegt und vom Stapel gelassen. 1916
wurde sie dann in Dienst gestellt.
Am 12. Januar 1918 kehrte HMS Opal zsammen mit HMS Narbrough
von einer Patrouille zurück, als beide in einen Schneesturm kamen und
östlich von South Ronaldsay wegen schlechter Sicht auf die Felsen
bei Clett of Crura aufliefen. Von den Besatzungen beider Schiffe konnte
nach 36 Stunden nur noch ein Mann gerettet werden, der sich an einer Felsklippe
festklammerte.
HMS Narbrough
| 1.025t max. |
90 m Länge |
58° 45`N / 02° 50` W |
Bei der HMS Narbrough handelt es sich um einen Zerstörer
derselben Klasse wie bei HMS Pheasant. Entsprechend gleichen sich
die technischen Daten. Die HMS Narbrough wurde 1915 bei John Brown
/ Clydebank auf Kiel gelegt und vom Stapel gelassen. 1916 wurde sie dann
in Dienst gestellt.
Am 12. Januar 1918 kehrte HMS Narbrough zsammen mit HMS Opal
von einer Patrouille zurück, als beide in einen Schneesturm kamen und
östlich von South Ronaldsay wegen schlechter Sicht auf die Felsen
bei Clett of Crura aufliefen. Von den Besatzungen beider Schiffe konnte
nach 36 Stunden nur noch ein Mann gerettet werden, der sich an einer Felsklippe
festklammerte.
Tanker
| 200 BRT |
50m |
W von Tankerness |
Zu diesem Wrack ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts weiter
außer die Lage bekannt.
Das Tankschiff aus dem 2. Weltkrieg liegt ca. sieben Km nördlich
von der Hauptstadt Kirkwall in dem Kanal zwischen der Hauptinsel und der
Shapinsay-Insel bei einer kleinen Insel namens Tankerness. Im Westteil
dieser kleinen Insel liegt die Inganessbucht wo nun dieses Schiff liegt.
Sobald weitere Informationen eintreffen, wird hier im Wege eines Update
weiteres mitgeteilt.
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Photo copyright Charles Tait.
Our special thanks to Dr. Tait who kindly
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B 98 Torpedoboot-Zerstörer
| 1.843t max. |
98,15m Länge |
Lopness / Sanday-Insel |
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Dieser Schattenriß erscheint hier mit der
freundlichen Genehmigung von
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www.german-navy.de
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Bei der 9,36m breiten B 98 handelt es sich um ein sogenanntes Großes
Torpedoboot bzw. einen Torpedobootzerstörer der B 97-Klasse mit 12
wasserdichten Abteilungen und Doppelboden nach dem Entwurf von 1913. Nach
Kriegsausbruch wollte man schauen wie die Leistung von größeren
Booten als der bisherigen Torpedoboote wohl wäre. Dementsprechend
wurden sieben deratige Boote in Auftrag gegeben, wobei man sich an russischen
Entwürfen orientierte, hatte man doch in eigenen Fabriken schon fertig
die Turbinen und andere Bauteile herumliegen die nun natürlich auch
nicht mehr nach Rußland zu den dort seit 1912 im Bau befindlichen
Booten ausgeliefert werden konnten und einer nutzbringenden Verwendung
harrten. Die B98 mit einer Stammbestazung von vier Offizieren und 110 Mann
wurde dann schließlich 1914 mit der Baunummer 239 bei Blohm&Voss
in Hamburg auf Kiel gelegt, lief am 02. Januar 1915 vom Stapel und stellte
am 24. März 1915 in Dienst. Vier Marine-Doppelkessel und trieben über
zwei Marinegetriebe zwei Schraubenwellen mit dreiblättrigen Schrauben
an. Diese fast drei Meter im Durchmesser großen Propeller entwickelten
bei maximal 40.700 SPS eine Höchstgeschwindigkeit von 37,4 Knoten
oder bei bei einer maximalen Reichweite von ca. 2.620 nautischen Meilen
eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Knoten bei einem Verbrauch von
527 t Öl.
Die Bewaffnung bestand aus vier 10,5cm/45 Kaliber UTOF-Geschützen,
ca. 6MG und zwei 50cm-Torpedozwilligssätzen sowie zwei 50cm-Einzeltorpedosätzen. Weiterhin
bestand die Möglichkeit der Unterbringung von 24 Minen.
Auch dieses Schiff marschierte bei Kriegsende in die Internierung bei
Scapa Flow, diente der Deutschen Flotte als Postschiff und wurde dann als
Kriegsbeute Großbritannien zugesprochen. Dieses Wrack liegt bei Lopness
nur ein Dutzend Meter vom Strand weg paralell zu diesem auf der Sanday-Insel
/Orkneys im Flachwasser und ist relativ zerlegt. Vom Rumpf selbst sind die
Seitenwände und das Deck eingefallen. Am besten erhalten ist noch die
Heckabteilung und Teileder Maschinenanlage.
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Photo copyright Charles Tait.
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HMS Goldfinch
| 780t Standard |
80m Länge |
Sanday-Insel |
Der knapp 9 m breite Zerstörer HMS Goldfinch der H-Klasse
bzw. der alten Acorn-Klasse wurde 1909 in Fairfield / Tyne auf Kiel gelegt,
1910 vom Stapel gelassen und mit einer 79-köpfigen Besatzung in Dienst
gestellt. Die Geschwindigkeit von 27 Knoten wurde mittels vier Kesseln und
jeweils einem Doppelset Parson-Dampfturbinen und Brown-Curtis Schraubenturbinen
erreicht, die immerhin 13.000 IPS erzeugten und auf drei Schrauben wirkten. Die
Hauptbewaffnung bestand aus zwei 4-Inch QF-Geschützen und einer Sekundärartillerie
von zwei 3-Inch QF-Geschützen. Weiterhin befanden sich noch zwei 21-Inch
Torpedrohre an Bord.
Der Zerstörer sank bei der Sanday-Insel am 19. Februar 1915 als
es ohne Sicht durch dichten Nebel steuerte. Weitere Informationen sind z. Zt.
nicht erhältlich. Sobald sich dies ändert, wird hier ein Update
stattfinden.
U 53
| 857t untergetaucht |
66,5 m Länge |
60°32'N / 06°14'W |
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Die 6,20m breite U53 wurde am 15. Mai 1937 bei der Krupp-Germaniawerft
in Kiel mit der Baunummer 586 in Auftrag gegeben und am 13. März 1937
auf Kiel gelegt. Am 6.Mai 1939 erfolgte dann der Stapellauf mit der Indienststellung
unter der Feldpostnummer 10424 am 24. Juni 1939 unter dem Kommando von Kapitän
Dietrich Knorr.
U 53 war ein Uboot der VIIB-Klasse mit einer Besatzung von 44
Mann. Gegenüber der VIIA-Klasse hatten Boote der VIIB-Klasse den Vorteil
von stärkeren Dieselmotoren die nun beide maximal 3200 PS lieferten
und so für eine Überwassergeschwindigkeit von 17,9 Knoten maximal
sorgten. So konnten immerhin 3850 Seemeilen zurückgelegt werden bzw.
8700 Seemeilen bei zehn Knoten. Die Unterwassergeschwindigkeit betrung Dank
der beiden Elektromotoren immerhin maximal acht Knoten;bei Sparfahrt konnten
so bei vier Knoten 90 Seemeilen gefahren werden.
Ein weiterer Vorteil waren die größeren Ölbunker von
108,3t und ein weiteres mitgeführtes 53,3cm-Reservetorpedo. Jetzt konnten
insgesamt 12 Torpedos aus den vier Bug- und den zwei Heckrohren verschossen
werden. Weiter waren nun die beiden Hecktorpedorohre in einem Hecktorpedoraum, der
sich im Inneren des Druckkörpers befand. Die weitere Bewaffnung bestand
dann noch aus einem 8,8cm-Decksgeschütz und zwei 2cm-Flakgeschützen
sowie einem 3,7cm-Flakgeschütz.
Weiterhin konnten Boote dieser Klasse nach Werftangaben innerhalb von
30 Sekunden abtauchen und eine Tiefe von 150m sicher aufsuchen.
Es wurden drei Feindfahrten unternommen, bei denen sieben Schiffe mit
einer Tonnage von 27.316 BRT versenkt wurden. Die letzte Feindfahrt als
Boot der 7. U-Flotille in Kiel begann am 02. Februar 1940 von Wilhelmshafen
aus unter dem Kommando von Korvettenkapitän Harald Grosse. Allgemeines
Operationsziel sollte der Nordatlantik sein. Die Versenkung des Bootes
erfolgte am 23. Februar 1940 westlich der Orkney-Inseln durch Wasserbomben
des Zerstörers
HMS Gurkha. Alle 42 Besatzungsangehörigen
fielen dabei.
Genaues zur Lage und Tiefe ist noch nichts bekannt. Bei Bekanntwerden
wird an dieser Stelle ein Update erscheinen.
MV Alberic
Bei dem Wrack dieses Schiffes handelt es sich um einen ehemaligen Trawler
der 1910 gebaut wurde
und am 03. Mai 1941 bei einer Kollision bei Scapa Flow sank. Näheres
ist leider nicht bekannt. Sollten weitere Fakten bekannt werden, so findet
hier ein Update statt.
MV Tomalina
Dieses Wrack befindet sich außerhalb von Scapa Flow und ist eines
der Tauchziele für den flacheren zweiten Tauchgang des Tages. Dieses
ehemalige Transportschiff für frisch gefangenen jungen Lachs befindet
sich hier in 26m Tiefe und kann eigentlich an jedem Punkt des Tauchganges
ganz überschaut werden. So gesehen bestimmt kein allzu großes
Wrack:-) Es bieten sich hier nette Möglichkeiten in den Rumpf einzudringen,
und zwar entweder über den Niedergang am Bug oder ein Loch an der
Steuerbordseite. Aufgrund der Enge im Rumpf sei das aber nur furchtlosen
Naturen angeraten, die auch entsprechend ausgerüstet und ausgebildet
sind! In dem Umfeld des Wracks gibt es dann auch noch schöne Kelpfelder
zum austauchen.
Char
Auch dieses Wrack befindet sich außerhalb von Scapa Flow und ist
sehr klein. Es liegt in ca. 15m Tiefe und ist einigermaßen zerdeppert
und ein Schrotthaufen mit einigen kurzweiligen Durchtauchmöglichkeiten. Ansonsten
bietet das Wrack aber nicht viel.
S.S. Endeavour
In der Nähe dieses in ca. 25m Tiefe liegenden Wracks liegt ein
weiteres, unbekanntes Wrack.
Bei diesem Wrack handelt es sich um einen ehemaligen Dampfer der schon
ziemlich gut bewachsen ist und so einiges an Fauna zu bieten hat. Im Vorderteil
kann mann auf Deckshöhe in die Abteilung mit den Kabinen eindringen
und auf Erkundungstour gehen. Hier gibt es viele Öffnungen in das Freiwasser, so
daß sich die klaustrophobischen Anfälle in Grenzen halten:-)Alternativ
kann man sich auch Schraube und Ruder ansehen, die immer noch an Ort und
Stelle sind.
Manina
Etwa 50 Meilen außerhalb von Scapa findet sich das Wrack des ehemaligen
Frachtschiffs Manina in einer Tiefe von ca. 24 bis 44m Tiefe. Die großen
Tiefenunterschiede kommen einstenteils wegen dem Tidenstand zustande, andererseits
wohl in der Hauptsache durch den Umstand, daß dieses Wrack auf einem
Abhang liegt. Kommt hinzu, daß es kopfüber auf dem Grund liegt
und die Aufbauten unter dem Rumpf zu Mus gequetscht auf dem Seeboden und
unter dem Wrack herumliegen. Zugang zu Schiffsinneren bietet sich , wenn
man von unten her eindringt. Am Wrack herrscht aber außerdem noch
ein reges Fischleben, daß bei Sichtweiten von bis zu 40m eindrucksvoll
sein kann. Aber auch im Trümmerfeld um das Wrack herum kann man die
eine oder andere kurzweilige Minute verbingen-wenn man dabei nicht von
den Seehunden gestört wird, die kommen um nachzuschauen wer sich denn
da rumtreibt. Wenn man genug mit ihnen gespielt hat, kann man sich auch noch
Teile der Maschinenanlage und ein Teil der Ruderanlage anschauen.
U 297
| 1070 t max. |
61,10m Länge |
58°44`N / 04°29`W |
Mit freundlicher Genehmigung des Urheberrechtsinhabers Herrn
Michael Emmerich
Bei dem 6,20m breiten Boot U 297 handelt es sich um ein Uboot vom Typ
VIIc/41. Dies bedeutet, daß die Treibstofftanks vergrößert
wurden, die Hülle des Druckkörpers dicker ist und die Maschinenanlage
leichter und weniger leistungsfähig ist. Boote dieses Typs waren somit
unwesentlich langsamer, konnten dafür aber weitere Strecken zurücklegen
und tiefer tauchen als die normalen Boote von Typ VIIc ( Maximale Diensttiefe
von 120m und maximale Implosionstiefe von 250m gegen die Tiefen 100/200
beim Typ VIIc). Es wurde am 27. Januar 1943 mit der Baunummer 62 bei der
Bremer Vulkan-Werft in Bremen-Vegesack auf Kiel gelegt und am 17. November
1943 unter dem Kommando von Oberleutnant Wolfgang Aldegarmann in Dienst
gestellt. Er sollte bis zum Verlust des Bootes Kommandant bleiben.
Von der Indienststellung an bis zum 31. Oktober 1944 war das Boot der
8. Flottille als Lehrboot zugeteilt. Am 1. November 1944 ging es dann erstmalig
auf Feindfahrt, sollte aber nie etwas versenken.
Ursprünglich dachte man, das Boot wäre am 6. Dezember 1944
im Pentland Firth auf Position 58° 44`N/ 04° 29`W durch Wasserbomben
der Fregatten HMS Loch Insh und HMS Goodall versenkt worden. Tatsächlich
fand damals an dieser Stelle lediglich ein erfolgloser Angriff auf U 775
statt.
Jedenfalls nach den üblichen drei Veruchen mit dem Boot Kontakt
aufzunehmen wurde es dann als vermißt geführt mit dem Datum
6. Dezember 1945. Vermutlicher Untergangsort: In der Nähe des Pentland
Firth.
Erst im Mai diesen Jahres (2000) stellten die Taucher Ian Trumpness
und Kevin Heath aus Stromness fest, daß es sich bei einem Objekt auf
dem Meeresgrund 16 Meilen westlich von Yesnaby nicht um ein bisher unbekanntes
Fischereifahrzeug handelte, sondern um ebenjenes Uboot!
Weitere Nachforschungen ergaben, daß das auf den Fischereikarten
eingezeichnete Uboot am 6. Dezember 1944 durch sechs Wasserbomben eines
Sunderland-Flugbootes in 87m Tiefe versenkt wurde. Die Wasserbomben rissen
den Schnorchel ab und verursachten so eine unkontrollierte Flutung des
Bootes. Überlebende der 50 Mann starken Besatzung sind nicht bekannt.
Das einzig überlebende Uboot von Typ VIIc/41 steht jetzt als begehbares
Denkmal bei Laboe. Es handelt sich dabei um das ehemalige Uboot U 995.
U 647
| 1070 t maximal |
67,10m Länge |
59°55`969 N/02°23`300 E |
Mit freundlicher Genehmigung des Urheberrechtsinhabers Herrn
Michael Emmerich
U 647 war eins von 568 in Dienst gestellten Ubooten des 6,20m breiten
VIIc-Typs und wurde am 29. Dezember 1941 bei Blohm & Voss mit der Baunummer
147 in Hamburg auf Kiel gelegt, bevor es dann am 5. November 1942 unter
dem Kommando von Kapitänleutnant Willi Hertin in Dienst gestellt wurde. Er
füllte bis zum Ende des Uboots diesen Posten aus.
Der Ubootstyp VIIc war das Arbeitspferd der deutschen Ubootswaffe und
eine weiterentwickelte Version des Typs VIIB. Im Prinzip hatten beide Typen
die gleiche Maschinenanlage (Dieselmaschine 3200PS, E-Maschine 750PS), unterschieden
sich jedoch darin, daß die VIIc-Boote etwas größer und
schwerer - und damit langsamer ( 17,7kn üw / 7,6kn uw) waren. Trotzdem
hatten diese Uboote die beachtliche Reichweite von 8500 Meilen bei 10kn
Geschwindigkeit und 80 Meilen bei einer Unterwasserfahrt von vier Knoten. Die
Werftgarantie betrug hinsichtlich der Tauchtiefe bei diesem Typ 90m, die
Implosionstiefe wurde mit ca. 220m errechnet.
Dieses Boot war mit vier Torpedorohren vorn und einem Torpedorohr hinten
ausgerüstet. Hieraus konnten alle mitgeführten 14 Torpedos verschossen
werden oder 24 TMA-Minen gelegt werden.
Weitere Bewaffnung war ein 8,8cm/L45-Vorderdecksgeschütz mit 220
Granaten.
Eines der bekannteren Uboote dieses Typs war U 96 aus dem Film "Das
Boot".
Während des Krieges diente das Uboot vom 5. November 1942 bis zum
31. Mai 1943 als Lehruboot bei der 5. Flottille. Ab dem 1. Juni 1943 bis zu
seinem Verlust am 3. August 1943 nahm es an seiner ersten Feindfahrt als
Frontboot teil. Es sollte aber nie selbst ein gegnerisches Schiff versenken.
Nachdem es am 22. Juli 1943 in Kiel auslief, galt es seit dem 28. Juli 1943
bei den Shetland-Inseln mit allen 48 Besatzungsmitgliedern als vermißt. Zu
seiner genauen Position konnte man keine näheren Angaben machen, man
vermutete eventuell einen Minentreffer.
Später ermittelte man, daß U 647 am 03. August 1943 sank. Taucher
fanden das Uboot in einer Tiefe von 100m, wobei der Bug Beschädigungen
aufwies.
SMU 102
| 952 t |
67,60m Länge |
59° 20`N / 00° 55`W |
Bei SMU 102 handelt es sich um ein Zweihüllen-Hochseeboot der Bauklasse
SMU 99-104.
Boote dieser Klasse wurden bei der Weser AG in Bremen gebaut. Bei der
Indienststellung befanden sich plangemäß vier Offiziere und
32 weitere Besatzungsmitglieder an Bord.
Es wurde von zwei Dieselmotoren mit je 1200 PS angetrieben und konnte
noch die beiden E-Maschinen für die Unterwasserfahrt mit je 600 PS
hinzuschalten. Das verschaffte dem Boot eine Geschwindigkeit von 16,5 Knoten
überwasser, 8,8 Knoten unterwasser.
Wenn man sich am Wrack befindet, wird man noch jeweils zwei Heck- und
zwei Bugtorpedorohre betrachten können. Doch vorsicht! Das Boot konnte
bis zu 12 der todbringenden Torpedos mitführen. Daß sich noch
welche davon im Wrack befinden, ist wahrscheinlich. Außerdem verfügten
Boote diesen Typs über zwei 8,8cm Deckgeschütze. Typyscherweise
jeweils eins vorne und eins hinten.
SMU 102 sank am 01. September 1918 im Gebiet der Nordsperre. nachdem
es von seiner Patrouille in der südlichen Irischen See nicht zurückkehrte, ist
es vermutlich dort einem Minentreffer zum Opfer gefallen.
SMU 156
| 1875 t |
65m Länge |
59°45`N / 02°00`E |
Bei dem U-Kreuzer SMU 156 handelt es sich um ein Zweihüllen-Hochsee-Boot
der Klasse SMU 151-157, das auf der Germaniawerft in Kiel gebaut wurde. Bei
der Indienststellung befanden sich plangemäß sechs Offiziere
und 50 weitere Besatzungsmitglieder an Bord. Beim Kriegseinsatz waren für
Prisenkommandos noch ein weiterer Offizier und 19 weitere Mannschaften
an Bord.
Es wurde von zwei Dieselmotoren mit je 400 PS angetrieben und konnte
noch die beiden E-Maschinen für die Unterwasserfahrt mit je 400 PS
hinzuschalten. Das verschaffte dem Boot eine Geschwindigkeit von 12,4 Knoten
überwasser, 5,2 Knoten unterwasser.
Wenn man sich am Wrack befindet, wird man noch zwei Bugtorpedorohre
betrachten können. Doch Vorsicht! Das Boot konnte bis zu 18 der todbringenden
Torpedos mitführen. Daß sich noch welche davon im Wrack befinden, ist
wahrscheinlich. Außerdem verfügten Boote diesen Typs über
zwei 8,8cm Deckgeschütze oder zwei 15cm-Decksgeschütze. Typischerweise
jeweils eins vorne und eins hinten.
SMU 156 sank am 15. Juni 1918 im Gebiet der Nordsperre. Nachdem es von
seiner Patrouille in der Nordsee nicht zurückkehrte, ist es vermutlich
dort hier in ca. 120m Tiefe gesunken. Nach anderen Quellen soll es erst
am 25. September 1918 gesunken sein.
SM UB 83
| 647 t |
55,85m Länge |
58°42`N / 02° 56`W |
Bei SM UB 83 handelt es sich um ein Zweihüllen-Hochsee-Boot des
UB III-Typs ( SM UB 80-87), das auf der Weser AG Werft in Bremen gebaut
wurde. Bei der Indienststellung befanden sich plangemäß drei
Offiziere und 31 weitere Besatzungsmitglieder an Bord.
Es wurde von zwei Dieselmotoren mit je 530 PS angetrieben und konnte
noch die beiden E-Maschinen für die Unterwasserfahrt mit je 394 PS
hinzuschalten. Das verschaffte dem Boot eine Geschwindigkeit von 13,4 Knoten
überwasser, 7,5 Knoten unterwasser.
Wenn man sich am Wrack befindet, wird man noch vier Bugtorpedorohre
und ein Hecktorpedorohr betrachten können. Doch Vorsicht! Das Boot
konnte bis zu 10 der todbringenden Torpedos mitführen. Daß sich
noch welche davon im Wrack befinden, ist wahrscheinlich. Außerdem
verfügten Boote diesen Typs über ein 8,8cm Deckgeschütz.
SM UB 83 sank am 10. September 1918 im Gebiet der Pentland Skerries.
Dieses Boot wurde wahrscheinlich durch die HMS Ophelia versenkt, die hier
einen Wasserbombenangriff auf ein Uboot durchführte, daß gerade
durch den Pentland Firth schlüpfen wollte. Es existiert zu der oe.
Position noch eine weitere als möglicher Versenkungsort: 58°28`N
/ 01° 50`W
SM UB 104
| 649 t |
55,30m Länge |
59°30`N / 02°00`E |
Bei SM UB 104 handelt es sich um ein Zweihüllen-Hochsee-Boot des
UB III-Typs ( SM UB 103-117), das bei Blohm & Voss in Hamburg gebaut
wurde.
Hinsichtlich der technischen Daten mit SM UB 83 identisch. Bei diesem
Boot hier stand auf dem Vordeck lediglich ein 10,5cm-Geschütz.
Auch dieses Boot sank vermutlich in der Nordsperre. Dies geaschah vermutlich
am 19. September 1918.
SM UB 123
| 643 t |
55,85m Länge |
59°45`N / 02°20`E |
Bei SM UB 123 handelt es sich um ein Zweihüllen-Hochsee-Boot des
UB III-Typs ( SM UB 118-132), das bei der Weser AG in Bremen gebaut wurde.
Dieses Boot ist ansonsten hinsichtlich der technischen Daten mit denen
von SM UB 104 identisch.
Auch dieses Boot sank vermutlich in der Nordsperre. Dies geaschah vermutlich
am 19. Oktober 1918.
SM UB 127
| 643 t |
55,85m Länge |
59°15`N / 01°30`E |
Bei SM UB 127 handelt es sich um ein Zweihüllen-Hochsee-Boot des
UB III-Typs ( SM UB 118-132), das bei der Weser AG in Bremen gebaut wurde.
Zu den technischen Daten siehe beim Uboot gleichen Typs SM UB 123.
Das Uboot ging vermutlich am 01. September 1918 an der nordlichen Sperre
im Minenfeld Nr. 9
verloren. Der Verlust wurde bemerkt, als es von seiner Operation in der
Nordsee nicht zurückkehrte.
Vorschau:
Schließlich liegen uns noch Informationen vor, nach denen die
Wracks llama, Cotavia, Gatovia, Noup Head, Red Head und Swiftsure noch im Einzugsbereich
von Scapa Flow liegen.
Sobald hierüber weitere Informationen bekanntwerden, werden diese
hier im Wege eines Updates mitgeteilt.
SMU 116
| 1233 BRT |
72,30m Länge |
58°50.1`N/03°04.1`W |
Dieses Zweihüllen-Hochsee-Uboot mit vier Bugtorpedorohren und zwei
Hecktorpedorohren war erst 1918 bei der Schichau-Werft in Danzig gebaut
worden und sank am 28.10.1918 (11 Tage vor Kriegsende!) bei dem Versuch
in Scapa Flow durch den Hoxa Sund einzudringen.
Doch wie kam es dazu? Nach dem erfolglosen Versuch von SMU 18 am kriegsanfang, wollte
man es nun am Kriegsende noch einmal wissen. Die Elite der Ubootwaffe wurde
hierfür ausgesucht aus einer großen Schar Freiwilliger. Ihr Kommandant
wurde der Admiralssohn Hans Joachim Emsmann.
man versuchte auch hier wieder an der gleichen Stelle einzudringen. Über
den Pentland Firth in den Hoxa Sound. Man traf auf keine Netze, keine Minen-
dabei befand man sich mittlerweile schon im inneren Verteidigungsring. Seltsam, seltsam...
Warum das Eindringen so leicht war? Die Briten hatten hier seit Dezember
1914 eine neue Technik installiert: Überall in den Zufahrtswegen waren
Kabel verlegt worden. Sie dienten als Induktionsschleifen, mit deren Hilfe
die von den Metallkörpern der Schiffsrümpfe ausgehende magnetische
Abstrahlung gemessen werden konnte. Immer wenn also die Nadeln ausschlugen
in einem Gebiet wo sich kein Boot aufhalten durfte, wurden dort extra ausgelegte
Minen gezündet. Die ganze Crew von vier Offizieren und 32 Mann kamen
ums Leben. Bei Tageslicht kamen die britischen Kriegsschiffe zu der Stelle, wo
sich der Ölfleck befand. Zur Vorsicht wurden noch ein paar Sprengladungen
ins Wasser geworfen. Dann kamen die Marinetaucher zum Einsatz. Das Uboot
war ziemlich zerfetzt. Die Zentraleabteilung des Uboots war nicht zugänglich. Die
Zugangstüre hing ein wenig geöffnet, verklemmt und schief
in den Angeln.
Heraus ragte der Unterarm eines Mannes. Anhand des Rangabzeichens am
Ärmel erklärten die Taucher später, daß es sich dabei
um den Kapitän des Uboots gehandelt haben mußte.
Es wurde später einmal von der Royal Navy gehoben, dann aber an
der gleichen Stelle wieder in eine Tiefe von 27-31m Tiefe versenkt.1975
fanden an diesem Wrack Bergungsarbeiten statt bei dem es ziemlich zerteilt
wurde, kam es doch bei den Bergearbeiten zu einer nicht beabsichtigten Zündung
eines der 12 mitgeführten 50cm-Torpedos und damit zu einer Explosion. das
Wrack liegt heute auf weichem Sandgrund, der nach und nach alle Wrackteile
und noch scharfe herumliegende Munition zB. von dem 10,5cm- und 8,8cm-Decksgeschütz
bedeckt.
Wie kommt man zu den Orkneys ?
Per Flugzeug kommt man eigentlich täglich zu den Orkneys. Von D aus
gut über zB. Frankfurt und London und/oder Aberdeen nach Kirkwall.
Am besten erkundigt man sich ausführlich über die verschiedenen
Flugkombinationen im Internet. Man sollte sich darüber im klaren sein, daß
durchaus die Möglichkeit besteht, daß -je weiter man nach Norden
kommt- die Maschinen auch kleiner werden. Eine entsprechende Gewichtsplanung
des Tauchgepäcks ist erforderlich!
In Kirkwall kann man am Flughafen ein Auto bei Avis oder Europcar mieten
oder sich von seinem Tauchbetrieb abholen lassen.
Per Auto fährt man meistens zu einem der größeren Häfen
der Nordsee wzB. Hamburg oder Calais.
Von dort kommt man per Fähre (oder neuerdings per Eurotunnel)
hinüber nach England. Von dort aus Bleifuß über London nach
Norden. Endstation ist hier John O`Groats an dem verkehrstechnischen absoluten
Nordzipfel Englands. Von hier aus kann man von Ende April bis Ende September
nach South Ronaldsay herüberhüpfen. Allerdings: Ohne Autochen!
Hat man ein Arrangement mit einer der lokalen Tauchbasen, wird man meist
hier abgeholt.
Bis hierhin heißt es aber dann auch: Selber Schleppen!
Wo wohnt man auf den Orkneys?
Auf den Orkneys bieten sich so ziemlich alle Arten der Unterbringung. Von
privater Unterbringung und Bread&Breakfast - Häusern über
Hotels und Guest-Houses bis zu den Arrangements der Tauchbasen. Meist ist
in den Tauchpaketen in Scapa die Unterbringung schon inbegriffen.
Die meisten der ca, ein Dutzend Tauchbetriebe in Scapa sind der Reihe
nach in Stromness, Burray und South Ronaldsay beheimatet.
Weitere Info hierzu: Britische Zentrale für Fremdenverkehr in
Frankfurt ( Tel.: 069 - 23 80 70 )
Wie ist das mit dem Wracktauchen ?
Das Wracktauchen ist heutzutage auf den Orkneys
ein neuer Wirtschaftszweig den über ein Dutzend Tauchboote, noch mehr
Tauchbasen und angegliederte Betriebe einen kleinen Wirtschaftsaufschwung
verdanken. Zur Absicherung der Einnahmen aus dem Tauchtourismus wurden die
Wracks der
SMS Brummer, SMS Dresden und SMS Köln
vom Orkney Islands Council gekauft. Nicht getaucht werden darf an den als
Kriegsgrab geltenden Wracks der HMS Vanguard und des von Kapitänleutnant
Prien mit einem VIIc-Uboot U-47 versenkten Flugzeugträgers
HMS
Royal Oak
sowie am Ölterminal von Flotta.
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Photo copyright Charles Tait.
Our special thanks to Dr. Tait who kindly
allowed us to use his great photos on our site.
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Was gibt es unter Wasser noch zu sehen ?
Die Fischwelt läßt sich in Scapa eher weniger blicken. Manchmal
mit etwas Glück läßt sich bei den Blockschiffen ein Seehund
sehen. In größeren Mengen sind noch Haarsterne und Krabben vertreten. Auch
die üblichen Conger, Muscheln und Scherentiere.
Wie wird getaucht?
Prinzipiell ist die Witterung eher bescheiden. Entsprechend sind die Temperaturen. Dies
bedetet natürlich, daß man von der Ausrüstung her durch
einen Trockentauchanzug und einen schönen warmen Unterzieher der Unbill
der Natur vorbeugt, oder man hat ein hitziges Naturell und ist relativ
Kälteresistent. Weiterhin finden die weit überwiegende Zahl der
Tauchgänge per Boot statt. Lediglich an den Blockschiffen werden Strandtauchgänge
möglich. Entsprechend wird auf den Booten mit einer bequem zu begehenden
Leiter der Ein-bzw. Ausstieg bewerkstelligt.
Am Tauchplatz wird mittels einer Abstiegsleine abgetaucht. So findet
sich das Wrack leichter.
Tacht man wieder auf, so wird dies meist mit Reel und Boje (besser:
25kg-Hebesack) bewerkstelligt.
Ausführlicher Reisebericht Scapa Flow 2001:
http://www.taucher.net/redaktion/10/Scapa_Flow_7.html
Tauchen in Scapa Flow 2005:
http://www.taucher.net/redaktion/55/Scapa_Flow_2.html
Was für eine Ausrüstung brauche ich ?
Wenn man in Scapa taucht, sollte man sich darüber im klaren sein, daß
hier Ansprüche an die A7usbildng und Erfahrung gestellt werden. Dies
ist nichts für Anfänger!
Entsprechend sollte hier auch mit zwei getrennten ersten Stufen getaucht
werden.
Weiter sollte die eigene Asrüstng auch Features aufweisen wzB.:
- einen Oktopusschlauch mit ca. 3m Länge
- Hauptlampe und mindestens eine Ersatzlampe
- großes Reel
- Boje / 25kg-Hebesack
Wie sind so die Tauchbedingungen vor Ort ?
Die Lufttemperatur beträgt im Mittel ca. 15°C. Das Wasser wird
eigentlich nie richtig warm. Im Schnitt zwischen 4°C und 13°C. Bei
den Sichtweiten ist so ziemlich alles möglich. Von 40m bis 10cm. Bei
den Tiefenangaben der Wracks muß man auch aupassen. Wegen der Gezeiten
variieren diese um ca. 3m-je nachdem. Muß man einen oder mehrere
Dekostopps absolvieren muß man sich des Schwells durch die Dünung
bzw. den Wellengang gewahr sein. In diesem flachen Bereich kommt es manchmal
zu Lungenrissen wenn man dies nicht beachtet!
Was wird einem als Kontrastprogramm geboten ?
Ha! Auf den Orkneys ist man in der Heimat der Pubs, des Ales und nicht zuletzt
des schwarzgebrannten "steuerfreien" Moonshine-Whiskeys. Neben Tauchen
und dem Dekostop im Pub bei originaler Dudelsackmusik und der lokalen Dönerversion
interessiert wohl einen Taucher nur noch ein weiches Heiabett. Sehr viel
mehr als das und VIEL Natur gibt es dann auch nicht auf den Orkneys.
Scapa Flow und seine Museen:
http://www.taucher.net/redaktion/61/Scapa_Flow_und_seine_Museen_5.html
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