Botschaften
Kubanische Botschaft in Deutschland:
Stavanger Str.20,10439 Berlin,Tel.: 030- 91 61 18 11
Kubanisches Konsulat:
Tel.: 030- 44 73 70 23, Fax: 030- 91 64 55 3
Außenstelle Bonn:
Kennedeyallee 22-24,53175 Bonn,Tel.: 0228- 30 90, Fax: 0228- 30 92
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Deutsche Botschaft in Kuba:
Calle B, No. 652esq. a 13, Vedado, La Habana, Tel.: 00 53 7- 33 25
69,
Fax: 00 53 7- 33 15 86, Email: alemania@ip.etecsa.cu
Zoll in Kuba:
Bei Einreise brauchen Deutsche Staatsbürger einen Pass, der noch
mindestens sechs Monate gültig ist.Darüberhinaus braucht man
noch eine sogenannte Touristenkarte. In der Regel sorgt der Reiseveranstalter
dafür, daß sie bei den Reiseunterlagen ist.Manchmal aber eben
auch nicht.In diesen Fällen muß man sie sich weiträumig
vor Reiseantritt für ca. 25 EUR (V-Scheck+frankierter Rückumschlag)
bei der kubanischen Botschaft besorgen.Achtung Journalisten und Geschäftsreisende!
Diese Berufsgruppen brauchen ein spezielles Visum.Auch dieses erhält
man bei der Botschaft.
Einführen darf man bei der Einreise die übliche Menge an
persönlichen Gegenständen und die für eine Reise üblicherweise
mitgeführten Elektronikartikel (Stromspannung
in Kuba: 110V - Adapter mitbringen!) wzB. Fotoapparat,Videokamera
etc. Geschenke darf man nur einmal im Jahr im Wert von maximal 50 US$ mitbringen.
Weiter können andere Güter einmal im Jahr bis zur Grenze von
200 US$ -versteuert- eingeführt werden.Die Fracht an Medikamenten
pro Besuch ist auf 10kg beschränkt. Drogen,Waffen,Pornos und Explosivstoffe
sind verboten.
Zoll in Deutschland:
Man darf 1 Liter Alkohol über 40% Alkoholgehalt mitbringen, 2
Liter bei niedriggehaltigen alkoholischen Getränken.Weiter darf man
200 Zigaretten oder 100 Zigarillos mitbringen.Alternativ
zu diesen Tabakmitbringseln darf man 50 Zigarren oder 250gr Tabak
mitbringen.Zusätzlich dann aber wieder 250gr Kaffee.Dies ist angesichts
der Tatsache daß man aus DEM Land des Tabaks kommt sicherlich für
den ein oder andern ein herber Schlag:-)) Selbstverständlich sollte
sein, daß man den Artenschutz im Hinterkopf gehabt hat bei seinen
Einkäufen.Also nix Schwarze Koralle, Krokoledertasche,Schildkrötenpanzer
oder Nautilusgehäuse. Diese Artikel werden nicht
nur vom Zoll eingesackt, sondern man bekommt später auch noch Post
vom Staatsanwalt! Also Finger weg, wenn man auch nur den kleinsten Zweifel
hat,ob das Mitbringsel vielleicht Artengeschützt ist. Durch den Kauf
derartiger Sachen in Kuba schafft man eine Nachfrage die den Tod von seltenen
Tieren zur Folge hat!
Zahlungsmittel:
Bei der Planung des Urlaubes Finger weg von Zahlungsmitteln von American Express oder Travellerschecks wo Amex draufsteht! Die werden aus irgendeinem Grund nicht genommen in Kuba (Ideologie?).Gleiches gilt für andere Kreditkarten oder Travellerschecks amerikanischer Banken.Auch der Euroscheck wird nicht akzeptiert. Sehr gerne nimmt man jedoch Dollarnoten.Für Trinkgelder einen ausreichenden Vorrat an 1$-Noten dabei haben!Ansonsten muß man die 5$ - bzw. die 10$-Noten
rausrücken.Und selbstverständlich haben Kubaner selten Wechselgeld:-)
De facto nützt einem europäisches Geld wenig.Man muß es in den kubanischen Banken umtauschen.Wahrscheinlich dann auch noch zu nem Kurs, wo man es lieber verbrennen würde. Seit dem 1. Januar 2002 gilt aber auf der Halbinsel Varadero bei Havanna der Euro als offizielles Zahlungsmittel. Man erwägt, den Euro später auch in restlichen Teilen von Kuba so einzuführen.
Im täglichen Leben ist der US-Dollar aber noch absolut dominant. Einheimische dürfen den eigentlich nicht besitzen.Für solche Zwecke wurde der sogenannte "B Certifcado" ausgegeben.Ist so eine Art nicht frei konvertierbare Ersatzwährung, wo ein Certificado-Peso einem US-Dollar entspricht. Neben dem US-Dollar,dem Certificado gibt es auch noch Kubas eigentliche Währung: Den (Normal) Peso. Damit kann man
sich aber nichts mehr kaufen in Kuba.Mal abgesehen von Briefmarken, einem Busticket oder ähnlichen Dienstleistungen deren Preise staatlich festgesetzt sind.
Inlandsreisen:
Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Über
kurze Strecken kann man mit in den Bussen fahren.
Man sollte sich das aber nicht so vorstellen
wie in Europa. Dies sind überwiegend LKW`s, wo hinten auf der Landefläche
Personen stehend befördert werden. Es gibt aber auch Trucks,
die mit seltsam zusammengeschweißten Aufliegern für den Personentransport
durch die Gegend fahren.Die Dinger heißen "Elefantenbusse".

Man kann sich auch Roller oder Mietwagen leihen.Die
sind allerdings ziemlich teuer und -klaro- mit vielen schönen Dollars
zu bezahlen. Entleihstationen gibt es fast in jedem Hotel. Die Kosten liegen
mit Sprit und Versicherung im Schnitt so bei ca. 60 US$ pro Tag. Hat man
größere Tagestrips vor, kann man mit den Überlandbussen
fahren. Diese haben fast Europäischen Standard.Meist handelt es sich
dabei um in Europa oder sonst auf der Welt ausrangierte Busse.Abfahrtsort
und -zeiten, sowie Preise lassen sich immer gut im Hotel erfragen. Von
hier aus unternehmen auch lokale Reiseveranstalter organisierte Reisen
wzB. in das Tropicana in Havanna oder andere interessante Lokalitäten
wzB. die Bodeguita del Medio oder die Floridita Bar -beides Alkohltränken
von Ernest Hemingway,der einige Jahre in der Nähe von Havanna lebte.
 
Neben diesen Plätzen wird meistens auch noch
der Hauptversammlungsplatz besucht-jene Örtlichkeit,wo Fidel Castro
seine stundenlangen Spontanreden hält - und das kubanische Parlament.
Witzigerweise ist dieses baulich eine 1:1 Kopie
des nordamerikanischen Kapitols:-))

Meist werden noch eine Reihe weiterer Ausflüge
angeboten,wzB. ein Ausflug zu einer Krokodilfarm mit anschließender
Krokodilfleischprobe oder ein Ausflug in die Berge zu einem Wasserfall
auf einem ollen Riesenrussentonner aus Militärbeständen.Wer schon
mal während seiner Militärzeit hinten auf `nem großen LKW
mitgefahren ist,potenziere das Feeling mit dem Faktor 3 bis 5. Ich denke,man
kann seine Zeit angenehmer verbringen:-)) Am besten, man macht sich einmal
zu Fuß auf, um zB. Havanna ganz für sich allein zu entdecken.

Eine wohl vor allem für technikbegeisterte
Männer interessante Sache ist, daß man überall auf Kuba
uralte Ami-Schlitten fahren sieht. Kein Wunder- Kuba befindet sich in einer
Wirtschaftsblockade seitens der USA und aller mit der USA wirtschaftlich
verbundenen Staaten.Da muß ein Auto statt 10 Jahre schon mal 60 und
mehr Jahre halten.
 
Achtung! Meist tritt der eigene Reiseveranstalter
bei diesen Reisen durchs Ländle nur als Vermittler auf! Man hat dann
keinen Anspruch auf Versicherung,wenn dann während des Ausfluges was
passiert!! Besonders große Entfernungen lassen sich in Kuba aber
auch per Flugzeug überbrücken. Diese werden angeboten von der
nationalen Fluglinie Cubana oder von der Air Inter. Diese Flüge lassen
sich auch schon von Deutschland aus buchen.Außerdem kann man während
seines Kubaurlaubes auch von Havanna aus zu einer Kreuzfahrt auf einem
ausländischen Kreuzfahrtschiff starten und die umliegenden Inseln
von Trinidad & Tobago und den Caymans usw. besuchen.
Kleidung:
Tropenangepaßte Kleidung tragen. Dies bedeutet
leichte Sommerkleidung einpacken. In den Lobbys der Hotels und besseren
Restaurants bzw. Bars ist Abendgarderobe manchmal auch angemessen.Je nachdem
wieviele Sternlein am Hotelschild funkeln. Nacktbaden ist verboten. Oben
ohne wird zähneknirschend toleriert. T-Shirts mitzubringen ist fast
überflüssig. Man kann sie hier mit lustigen Motiven preiswert
erstehen. Hier gilt natürlich wie immer beim Shopping: Handeln!
Sonnenschutz:
In Kuba hat man sich schnell einen Sonnenbrand
geholt! Viele Europäer (darunter auch ich) haben die Kraft der Sonne
unterschätzt und sich nicht genug eingecremt. Deshalb dran denken:
Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor mitnehmen und auch gebrauchen bevor
man morgens aus der Hütte/dem Zelt/der sechs-Sterne-Luxussuite tritt!
Das gleiche gilt für Sonnenbrillen und Kopfbedeckungen.Speziell bei
Sonnenbrillen bitte darauf achten, daß es nicht Billigprodukte sind.
UV-Strahlen werden nur durch spezielle Gläser
abgehalten.Tun sie ihren Augen was gutes, sie haben nur zwei!
Telefoniersucht:
Telefonieren ist mordsteuer. Man bezahlt für
eine Minute Telefonieren nach Deutschland knapp sieben US-$. Witziger Effekt:
Man hat Probleme mit dem Gegenüber zu sprechen, da wegen der Entfernung
beim Übersenden des gesprochenen Wortes eine Zeitverzögerung
eintritt,bis der Gesprächspartner das Wort venimmt.Kein Wunder, der
Schall muß sich ja erst mal durch das Kabel um den halben Erdball
quetschen.Zeitgleich sprechen und verstehen ist also nicht.Besser man spricht
und läßt ein oder zwei Sekunden verstreichen,sonst babbeln zwei
gleichzeitig weil sie meinen,der andere sei fertig mit seiner Mitteilung:-)
Um sich ein Bild von der Verzögerung zu machen: Der Zeitunterschied
zwischen Deutschland und Kuba beträgt sechs Stunden. Ist es auf Kuba
12 Uhr mittags, ist es in Deutschland schon 18 Uhr Abends!
Die Vorwahl nach Deutschland ist übrigens
119 - 49.
Gesundheitswesen:
Eigentlich relativ vorbildlich. Nach der Revolution
wurde die Gesundheitsversorgung für jeden kostenlos. Über das
ganze Land sind Polikliniken verteilt. Hier können Einheimische eine
kostenlose Erstversorgung bekommen. Touristen müssen ihre Kosten selbst
tragen. Deshalb sei hier jedem der Abschluß einer Auslandskrankenversicherung
empfohlen! Die wenigsten deutschen Krankenkassen werden Heilbehandlungskosten
aus Kuba übernehmen! Wir Taucher sollten zusätzlich schauen,daß
wir abgesichert sind für taucherische Notfallbehandlungen. Eine Versicherung
über den VDST bzw. DAN ist sicher nicht verkehrt. Über Kuba verstreut
gibt es auch Druckkammerzentren.Siehe die Liste in diesem Tauchführer.
Medikamente sind meist aber Mangelware und können auch schon mal nicht
vorhanden sein.
Abenteuerlich gesinnten Reisenden sei noch mitgeteilt:
Entgegen dem Trend in Südamerika gilt Kuba in Bezug auf AIDS als RELATIV
sicher. Wenn ein(e) Frau/Mann geschnappt wird, die/der der Prostitution
nachgeht und es sich herausstellt, daß sie/er AIDS-infiziert ist,
wird sie /er in ein Lager gesteckt. Aus diesen Lagern kommt so einfach
keiner mehr raus. Was man sich genauer unter diesen Lagern vorstellen muß
(Lebenslänglicher Lageraufnethalt?), entzieht sich meiner Kenntnis.
In allen derartigen Situationen greift die kubanische Polizei hart
durch!
Reisezeit:
Die beste Zeit ist die Trockenzeit vom November bis April.Dann liegt
die Temperatur im Mittel bei ca. 26°C.Ausnahmen gibt es im Dezember/Januar,hier
kann es schon mal schattiger werden und der ein oder andere Regentropfen
fallen. Erstaunlich schnell verdampft das dann aber wieder,alldiweil die
Sonne dann wieder brät.In den restlichen Monaten bis Oktober ist schon
eher mit Regenfällen und einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 80% zu
rechnen.
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