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Tauchboote Spanien

M/Y Drago III, Gran Canaria

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European Diving St. Tropez

European Diving St. Tropez / Frankreich - Betauche unser U-Boot Wrack! Wir sind die Spezialisten in Frankreichs Mittelmeer-Küste. Tolle und interessante (Wrack-)Tauchplätze sind bei uns selbstverständlich. Beste Tauchbasis Mittelmeer 2003 ausgezeichnet mit dem Tauchen Award! Weitere Infos gibt es hier

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 Datenbank - Tauchboote - Spanien - 1 zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 4086
M/Y Drago III, Gran Canaria
Geschrieben am 07.07.2003 von Flash 111 [PADI - AOWD, 83 TG]

4 von 5 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 3 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hallo Tauchfreunde,

auf Grund der Kriegswirren im arabischen Raum (unser sonstiges Lieblingstauchgebiet ist das Rote Meer) hatten wir für den Zeitraum vom 01.06.-08.06.03 eine Woche Tauchkreuzfahrt auf den Kanaren (Gran Canaria) gebucht.

Aus den oben genannten Gründen fanden wir durch Zufall im Internet einen Reiseanbieter (www.aquaactive.de) für die Kanaren, welcher außer mit Tauchurlaub auf den Kanaren, Finka- und Ferienwohnungsbuchung und Anschlußaufenthalten auf Gran Canaria auch mit dieser Tauchsafari warb.

Die bisherigen Berichte über das Tauchen im Atlantik von Land (Wind und Wellen, Steile und z.T. unmögliche Einstiege etc.) konnten uns irgendwie nicht recht überzeugen. Wir stellten uns jedoch das Tauchen landschaftlich - ähnlich des Mittelmeers (unsere Erfahrungen auf Kreta), mit etwas mehr Fisch und nicht so bunt wie das Rote Meer vor.

Da uns jedoch der Eindruck des Internetauftrittes (überzeugend und klar gegliedert) gefiel, uns dieses „Traumschiff“ bei Maximalauslastung mit 8 Gästen (auch für Nichttaucher empfohlen) nicht zu voll erschien, der Preis stimmte und per kurzem E-mailkontakt und Telefonabsprache völlig unproblematisch solche Dinge wie Termin, Flug und Transfer geklärt werden konnten, haben wir uns entschlossen und zugeschlagen.

Eine Woche vor Abflug meldete sich Achim vom Reiseanbieter und teilte uns mit, daß die Woche noch nicht ausgelastet ist. Nach einem kurzen Schreck bestätigte er uns jedoch, daß die Reise trotzdem stattfinden wird und wir ggf. auch nur zu zweit an Bord sein werden. Aus Kostengründen werden wir die Woche jedoch nicht täglich auf Fahrt gehen können, sondern in Landnähe vor Anker liegen und die einzelnen Spots meist mit dem Zodiak anfahren.

Nun gut, wir sind immernoch zuversichtlich und auf den Liveauftritt von Boot und Besatzung gespannt (und ob es doch noch zusätzliche Gäste geben wird... ein buchbares Vollcharter kostet schließlich 4.400,00 €).

Die Reisepapiere (man kann im übrigen auch versicherungstechnisch einiges über das Reisebüro erhalten „Deko-Versichg.“, Reiserücktritt etc.) kamen pünktlich und es konnte los gehen.

Bei Landung (Flug mit Aeroloyd- Tauchgepäck bis 30 kg inkl.) in Las Palmas auf Gran Canaria wurden wir sofort von Sebastian (in unserer Woche leider nur „Bordschläfer“ ansonsten ein bestimmt guter Tauchgide) herzlich in Empfang genommen. Nach kurzem verstauen unseres Tauchgepäcks im geliehenen Wagen, erreichten wir das kleine Fischerörtchen „Morgan“ im Südwesten der Insel nach ca. 45 min.

Da uns Sebastian einiges wissenswertes (wir waren zum ersten mal auf den Kanaren!) über Insel, Leute, Familie, Boot und Arbeit auf Gran Canaria erzählen konnte, verging diese dreiviertel Stunde wie im Flug.(Ach so: Wir blieben als Alleinbucher der Woche...)

Die Ankunft an Bord war genau so herzlich und wurde mit einem Willkommenssekt begossen. Meg (eigentlich Mechthild- deutsch, seit 3 Jahren auf den Kanaren, Mutter von Sebastian, Chefköchin, Tauchlehrerin und absolute Frohnatur) gab uns eine Bordeinweisung und führte uns durch das Schiff.

Das Boot: (wie im Internetauftritt!!!) ein einziger Traum!

Letztes Jahr in die Hand von Meg und Jurek (polnisch und ein Alleskönner: „Hausmeister“, „Techniker“, „Maschinist“, „Bootsführer“, „Tauchgide“, „Hobbykoch“ u.v.m.) genommen, z.T. Umgebaut und nach unserem empfinden in bestem Zustand:

Großes überdachtes Achterdeck mit seitlichen „Anrödelbänken“, Flaschenhaltevorrichtungen mit direkter Füllanschlußmöglichkeit (der Kompressor befindet sich auf dem Vorderschiff und stört so nicht beim gemütlichen Beisammensein am mittig befestigten Esstisch), Kisten zum verstauen sonstiger Ausrüstungsgegenstände und Trockenbügeln für die Anzüge.
Sehr schönes Sonnendeck auf dem Oberdeck mit gepolsterter Liegefläche für bis zu 4 Personen, zusätzl. Sitzbank hinter dem Ruder, 2 Sitzen und weiterer Sonnenliege
ein Wahnsinnssalon, Holzverkleidung, Teppich, drei sofamäßigen Sitzecken mit etlichen Kuschelkissen, Bar, Geschirrschrank, Fernsehgerät und Video (wer braucht denn sowas???), Kaffee- und Teemaschine, immer gefüllter (wichtig!) Keksdose , Reiseapotheke und kl. Bibliothek, Spielschrank und ein großer Spiegel- welcher den Salon noch größer erscheinen läßt, als er ohnehin ist.
Das Vorschiff mit einer weiteren gepolsterten Sitzbank über die ges. Aufbaubreite
Die Küche sehr sauber und klein, so das es an ein Wunder grenzt was Meg da (in reichlicher, guter deutscher und mit typischer Inselküche angereicherter Kochkunst) herauszaubert.
Die Gästekabinen (eine 4 Bett-, und zwei 2- Bettkabinen mit zwei immer zu 4. zu teilenden WC- / Duschkabinen. Mit Elektropumpe! Also kein Handpumpen und in bequemer Größenordnung) verhältnismäßig geräumig, mit kleinem Hängeschrank und 5 großen Schubladen, zzgl. Bettkasten für kleine Koffer und Taschen. Wer sonstige Safariboote a la „Blaue Reise“ oder „Catfish“ kennt, kommt sich beinah verloren vor. Ansonsten weiß jeder, der schon mal mit einem Boot dieser Größe unterwegs war, daß weniger Gepäck mehr ist!
Die Brücke optisch in bestem Zustand und mit modernster Technik, komplett mit Holz verkleidet
Außerdem gibt es an Bord die obligatorischen Notfalleinrichtungen und Funk, eigener Kompressor und ein (momentan noch) kleines Zodiak zum anfahren der nächstliegenden Tauchspots und Ausflüge an Land (auf Wunsch fast jederzeit möglich).
Leihausrüstung auf Anfrage (durch gute Beziehungen zu einigen örtlichen Tauchbasen) organisierbar

Die Crew:

Wie bereits erwähnt, herzlich und freundschaftlich familiär. Man fühlt sich wohl und wird umsorgt. Man erhält Tips für Landgänge und sonstige Aktivitäten. Kann über persönliche Dinge genau so schnell einen Draht finden, wie über Tauchabenteuer, Witze, Technik, Boote, Musik, Film, Mode und Gesellschaftsspiele.

Meg, Sebastian und Jurek, eine Familie und ein Team, welches bemüht war, kleinere Katastophen (Der Herd hatte einen „Kurzen“, die Waschmaschine pumpte nicht mehr ab...) von uns fern zu halten und uns doch durch ein nicht gespieltes Lächeln mit einzubeziehen. Es gribbelte förmlich in den Fingern, beim Geschirr abräumen zu helfen, an den Topfdeckeln zu linsen was es gibt, beim anlegen zu helfen und die Taue entgegenzunehmen. Es soll schon Gäste gegeben haben, die Meg in der Küche ablösten und IHR absolutes Lieblingsessen der Crew servierten...

Bereits nach unserem ersten Abend in Tauro (ohne unser Gepäck auch nur angefaßt zu haben.....), den ersten Tauchgängen am zweiten Tag (nach der Prüfung der Brevets und Logbücher sowie kurzem Checkdive!) und einem erholsamen Nachmittagsschläfchen am Oberdeck, kamen wir zum (die gesamte Woche nur für uns zwei, viel zu voll ..) gedeckten Tisch und fragten uns: „Sind wir jetzt 1 Woche an Bord? Oder doch gar schon 2?“ ....

Das Tauchen:

Wir sind keine anspruchvollen Taucher! Zugegeben!
Wir haben unsere Taucherfahrungen bis jetzt im Roten Meer (Hurgada, Sarfaga und Marsa Alam), im Mittelmeer (vor Kreta), auf den Malediven (Catfish und Eriyadu) und in Deutschland (im Helenesee) sammeln können.
Und ehrlich, uns sind viele kleine, verschiedene Lebewesen und abwechslungreiche Landschaften (vorzugsweise intakte(!) Korallenriffe) lieber, als eine Stunde über Sandboden durchs Wasser zu tauchen und einen Hecht (im Süßwasser) und im Meer einen Hai oder Manta im Dunst erahnt zu haben.

Unsere Erwartungen (siehe am Beginn des Berichtes) wurden durchweg bestätigt und durch zusätzliche Highlights von schönen Wracks und guter bis bester Sicht (z.T 20m und mehr!) übertroffen.

Meg wußte genau, wo der Igelfisch und die Stachelrochen zu finden waren. Jurek zeigte uns die verstecktesten und noch so gut getarnten Seespinnen und die Muränen, welche uns nicht direkt und frei vor die Maske schwammen.
Die beiden Tauchgänge am bis Dato fast unbetauchten (weil gerade erst vor 7 Tage versunkenen) ehem. russischen Tragflächenschnellboot vor Arguinegin, stehen bei uns eh in der ersten Reihe der Hitliste unserer noch kurzen Tauchkarriere.

Unsere „Privattour“ war Spitze! Bei besser ausgebuchterem Törn sicher noch attraktiver weil abwechslungsreicher (was die Tauchplätze angeht) gestaltbar. Eine Woche erholsamer und relaxter Tauchsafari liegt hinter uns und wir haben uns fest vorgenommen wieder zu kommen.

Wir wünschen der Crew Erfolg, mehr Gäste und somit einen größeren Bekanntheitsgrad. Bleibt persönlich so wie Ihr seid!

Es grüßen und danken Euch nochmals ganz lieb

Ch. & U.



PS: Hier nur nochmal die Höhepunkte der Woche zusammengefasst:
Begrüßung und Inseleinführung in Tauro
Beste Sicht am Wrack Cermona II
Fischsuppe am Biotopus Arguinegin
neues Wrack eines russischen Schnellbootes
Landgänge auf Wunsch
Abschiedsgrillen auf dem Achterdeck
„Admiral Böff“ ...

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