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Tauchboote Türkei

Blue Pearl

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 Datenbank - Tauchboote - Türkei - 4 Berichte zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 21928
Blue Pearl
Geschrieben am 10.11.2005 von Anke Schrader

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Inshallah!!

Im Juni habe ich nun endlich meine gewonnene Türkei Reise angetreten und habe sie trotz einiger Widrigkeiten, von denen ich später berichten werde, jeden Tag genossen.

Erst einmal zu Schiff und Urlaubsort.

Die „Blue Pearl“ sollte für eine Woche mein zu Hause sein. Ein neu erbautes Holzschiff, welches in dieser Woche seine Jungfernfahrt antreten sollte. Besitzer sind ein österreichisches Ehepaar Herta und Franz (vormals jahrelang Besitzer einer Skihütte in Österreich ), ein weiterer Österreicher Harry (Skilehrer + Bergführer incl. Canyoning) und Erwin, der holländische Bootsbauer. Zum Schiff ist zu sagen, dass es für 10 Personen ausgelegt, sehr komfortabel und großzügig gebaut und einfach nur wunderschön ist. Wir waren nur drei Gäste auf dem Boot, ansonsten gab es noch die erwähnten Besitzer, Turgut den ehemaligen türkischen Kampftaucher als Guide und Mumi, die gute Seele der Blue Pearl. Das Essen an Bord war hervorragend und abwechslungsreich. Die Betten ein Traum und vor allen Dingen die Badezimmer für ein Boot absolut schön. Die Herzlichkeit, mit der wir empfangen wurden, hielt auch die Woche über an Bord und wir kamen uns vor wie in einer Familie. Absolut klasse.

Fethiye liegt im Süden der Türkei, am Übergang zwischen Riviera und Ägäis. Es hat 50.000 Einwohner und ist noch nicht so von Touristen überlaufen wie Marmaris und Bodrum. Ich hoffe, das hält auch noch eine Weile an. Der bekannteste und schönste Strand von Fethiye ist die Bucht Ölüdeniz. Dann gibt es noch die beeindruckenden Felsengräber zu besichtigen. Das Nachtleben ist wie erwähnt etwas beschaulicher, trotzdem gibt es einige Diskotheken und schöne Restaurants.


Nun zu meiner Reise.

17. Juni: Anreise mit Micha und Harry von München nach Antalya. Ankommen am späten Abend.

Aussuchen eines Taxis für unser schweres Gepäck. Immerhin 160 kg Gesamtgewicht. Ächz…
Mit Taxi am späten Abend drei Stunden Fahrt durch´s Taurusgebirge nach Fethiye. Dabei Ausfall der Lichtmaschine. Diskussion mit 6 Türken nachts um 24:00 Uhr im Niemandsland. „Inshallah“! Gut Ding will Weile haben. Zum Glück gab es in einem winzigen Ort eine Autowerkstatt. Wir mit Müh und Not dahin. Dort weitere 2 Stunden verbracht, bis das Mist-Taxi endlich wieder fahrbereit war. Frohen Mutes Weiterfahrt und ankommen am Boot. Todmüde in schöne Koje gefallen.

18. Juni: Türkische Behörden schlimmer als die in Deutschland. Ständig mussten Papier und Stempel herbeigebracht werden, um mit dem Boot ablegen zu können. Dadurch hatten wir aber Zeit, uns auf dem Schiff umzusehen, auszupacken und Fethiye unsicher zu machen. Sehr schöner Urlaubsort. Es war heiß! Dieser Tag verging noch unspektakulär. Man muss dazu sagen, dass die Anreise ohnehin samstags ist.

19. Juni: Endlich konnten wir ablegen und Tauchen gehen. Die Unterwasserwelt in der Türkei unterscheidet sich natürlich schon sehr von der des Roten Meeres. Aber trotzdem ist sie sehr schön mit ihren Höhlen, Tunneln und Grotten. Leider sehr wenig Fisch. Allerdings Tausende von Garnelen in einigen der Höhlen entdeckt. Turgut als unser Guide entpuppt sich als streng, aber vertrauenserweckend. Mit über 5000 Tauchgängen als Kampftaucher in der türkischen Armee auch nur zu erwarten. Leider mussten wir abends mit der Blue Pearl wieder in den Hafen, da noch unbedingt Papiere ausgefüllt werden mussten. Und natürlich die unvermeidlichen Stempel. Inshallah!! Gut Ding will eben Weile haben. Wie alles in der Türkei.

20. Juni: Die Behördengänge sollten den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Aber die Besatzung sorgte für Kurzweil. Harry, im Winter seines Zeichens Skilehrer in Österreich, ging mit uns zum Canyoning in der Schlucht von Saklikent. Ein wenig wie Bergsteigen im Wasser. Himmel, war das anstrengend, abenteuerlich und lustig. Also, für Abwechslung war bestens gesorgt und wir haben es auch keine Sekunde bereut. Das war schon mal eine gute Sache, dass auch für Ausweichmöglichkeiten gesorgt war. Langeweile sollte schließlich nicht aufkommen. Gute Nachricht an Bord. Am nächsten Tag sollte die Blue Pearl früh ablegen und auch bis zum Ende nicht wieder in den Hafen fahren. Hurra.

21. Juni: Am morgen schickten wir ein Stoßgebet zum Himmel und liefen endlich aus. Sollte Allah ein Einsehen mit uns gehabt haben? Das Meer hatte uns wieder. Wir liefen auch gleich eine wunderschöne Bucht an, zogen das Tauchgerödel an und ab ging’s ins unbekannte Blau. Wieder tolle Höhlentauchgänge, aber leider wenig Fisch. Das machte mir mittlerweile nicht mehr soviel aus, da es trotzdem viel zu sehen gab. Vor allem die Sicht unter Wasser war phänomenal. 25 Meter und mehr war keine Seltenheit. Abends wurde dann lecker gegrillt.

22. Juni: Herrlich. Die Buchten, in denen wir anlegten, von denen ich aber leider die Namen nicht mehr zusammen bekomme, waren wirklich toll. Erholung pur. Die Tage zogen sich hin mit sonnen, lesen, natürlich tauchen und lecker essen. Was will man mehr. Natürlich gab es jeden Tag noch etwas zu basteln, aber das ist bei einem neuen Boot wahrscheinlich nichts ungewöhnliches.

23. Juni: Auch der Donnerstag verlief noch ohne weitere Vorkommnisse. Einfach nur genießen und Tauchen.

24. Juni: Heute war die See etwas unruhiger. Hatte doch ziemlich zu kämpfen. So ein Segler ist schon etwas anderes als die Safariboote in Ägypten. Hatte eigentlich angenommen, einen festen Magen zu haben. Mit leichtem Grummeln im selbigen ging es dann zum Tauchen. Leider mussten wir zu einer nahen Grotte hinschwimmen. Was ich ja nicht wirklich mag ist, wenn mir die Wellen ins Gesicht schlagen und ich Salzwasser schlucke. Igitt. Immerhin einen der schönsten Tauchgänge dieser Woche gemacht, wieder hoch und wieder hohen Wellengang. Leider war das Schiff zu weit weg. Also lospaddeln. Mittendrin verließ mich denn doch die Kraft und ich wurde netterweise gezogen. Aber bei so einem Wellengang erst mal wieder aufs Schiff zu kommen ist gar nicht so einfach. Nach einer leichten Panikattacke habe ich es denn doch geschafft. Puh! Das war nicht wirklich schön. Nachmittags fiel dann noch aus unerklärlichen Gründen die Schiffsschraube ab. Zum Glück lagen wir in einer Bucht und sie konnte mit vereinten Kräften aus 60 Meter Tiefe hoch gehievt und wieder an ihrem angestammten Platz montiert werden. Ich stelle mir vor, wenn das auf offener See passiert wäre. Inshallah!! Aber wir haben es immer mit Humor genommen.

Leider war dies unser letzter Tag und wir waren doch sehr traurig. Abends wurde noch gemeinsam in einem Restaurant (welches von einer Deutschen geführt wurde) gegessen. Wir wurden herzlichst verabschiedet, da uns am nächsten Tag schon sehr früh ein Taxi abholen sollte.

25. Juni: Diesmal wurden wir mit einem Taxi, welches nicht unterwegs den Geist aufgab, nach Antalya gebracht. Leider wurden wir am falschen Terminal raus gelassen. Von daher ab in den Shuttle Bus. Wir waren eh schon spät dran. Dann Konfusion am Check-In-Schalter. Unser Flug nach München der eigentlich um 11:30 Uhr gehen sollte, war nun für 20:30 Uhr vorgesehen. Hammer! Typisch türkische Hektik kam auf. Ich wurde kurzerhand in einen Flieger nach Frankfurt gesetzt, der arme Micha musste noch bis abends ausharren. Inshallah!! In Frankfurt ging natürlich kein German-Wings-Flieger nach Köln. Aber wozu gibt es denn den ICE?!

Diese Woche werde ich so schnell nicht vergessen. Es war einer meiner schönsten Urlaube und mein Bericht kann nicht im mindesten wiedergeben, wie toll es war. Nochmals meinen herzlichsten Dank an die Blue-Pearl-Crew. Ich komme wieder, keine Frage.

Link zur Blue Pearl II: www.time4u.org

Canyoning in der Schlucht von Saklikent (´Mann, geht´s da hoch rauf...!´)
Canyoning in der Schlucht von Saklikent (´Mann, geht´s da hoch rauf...!´)

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 21865
Blue Pearl
Geschrieben am 07.11.2005 von Michi

Was haben Tauchen und Skifahren gemeinsam? Auf den ersten Blick nichts, doch bei näherem Hinsehen eine ganze Menge... Die Blue Perl II als Ausgangsbasis für Abenteuer und Erholung in traumhafter Natur an der Küste der türkischen Ägäis.

Ein Bericht zu diesem Safariboot befindet sich in unserer 60. Redaktionsausgabe.

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Datenbankeintrag 20484
Blue Pearl
Geschrieben am 02.09.2005 von Christof

Tauchsafari auf der Blue Pearl bedeutet relaxen und ausspannen pur.

Auf der Blue Pearl unter Skipper Harry mit Steuermann, Koch, ... Mummi sowie dem Tauchguide Turgut gibt es nicht die übliche, teilweise seelenlose und rein kommerzielle Tauchhektik, sondern ein rundum enspannendes Programm.

Neben 2 Tauchgängen pro Tag in schönen Buchten oder an kleinen Inseln rund um Fetihye und Umgebung bietet die Tauchsafari auch andere Möglichkeiten. Hafenbesuche, Besuch der Nikolaus Insel oder Canyoning am letzten Tag bieten eine gesunde Mischung, nicht zu vergessen der gemeinsame Hammam Besuch mit anschliessendem Bier.

Die Blue Pearl selber ist ein großes und sehr bequemes Boot. Trotz Platz für ca. 12 Gäste wurde nur mit 7 Gästen gefahren.

Kleinere Probleme werden mit österreichischem Charme schnell abgestellt. Hier sind auch sehr lobend die beiden anderen Miteigentümer und Originale aus Voralberg Herta und Franz zu erwähnen.

Das Tauchen selbst führt in schöne Unterwasserlandschaften mit Höhlen, kleineren Steilwänden und anderen Riffen. Wie im Mittelmeer üblich findet man eine weniger reichhaltige Fischwelt vor.

Insgesamt merkt man dem Team der Blue Pearl an, daß Sie viel Spaß an Ihrem Job haben und man fühlt sich schnell wie bei guten Freunden an Bord.

Wer also nicht dauernd Druck auf den Schädel braucht, auch mit weniger als 4 Tauchgängen pro Tag auskommt und einen schönen Urlaub mit Tauchen (statt Tauchurlaub) und mehr sucht ist auf der Blue Pearl genau richtig.

Für uns sind die 6 Tage viel zu schnell vergangen und wir freuen uns schon, wenn Harry, Herta, Franz und Mummi den Anker lichten und mit der Blue Pearl mal einen Trip in andere Tauchgewässer unternehmen. Wir wollen gerne wieder dabei sein.


Die Blue Pearl II
Die Blue Pearl II

Fantastische Insellandschaft mit türk. Wasser
Fantastische Insellandschaft mit türk. Wasser

Auf dem Gipfel der Nikolausinsel
Auf dem Gipfel der Nikolausinsel

Viel Platz für Tauchklamotten
Viel Platz für Tauchklamotten

Seemann.. aeh Tauchgarn schon früh um 11
Seemann.. aeh Tauchgarn schon früh um 11

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 19337
Blue Pearl
Geschrieben am 16.07.2005 von tomboe [PADI RD, 75 TG]

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Und irgendwann bleib I dann dort…

Segeltörn im türkischen Lykien, im Land der 100.000 neckerbemannten Motorsegler, die nie auch nur einen Fetzen Stoff in der Takelage sahen? Im Heimatland von Öger und TUI, im All inklusive-El dorado? Tauch-Segeltörn mit der Möglichkeit, Mares-Ausrüstung auf Herz und Nieren zu prüfen? Eine Tour nach Zypern mit dem besten Tauchführer der Türkei? Es klang einfach zu schön um wahr zu sein. In Wirklichkeit war es noch viel schöner.

Es war eine Lektion in angewandter Lebensphilosophie, gelehrt von den Besitzern der Yacht: Franz, Harry und Erwin. Zwei Österreicher und ein Niederländer, vor einem Jahr mit Bootsbauplänen ins Türkische aufgebrochen, ausgestiegen aus dem Trott ihres vorigen Lebens, sich und damit uns dem Traum eines segelnden Tauchschiffs im türkischen Mittelmeer zu erfüllen.

Blue Pearl II heißt das Schiff, welches zum Event rief. Noch ungetauft, die Besegelung überdies in den Rädern türkischer Handwerkskunst, der Werftmeister wegen ständiger Reparaturen an Board, die Tauchgenehmigung fürs Mittelmeer noch in den kafkaesken Behörden irgendwo zwischen Ankara und Fethiye. Es war spannend, es war mehr Abenteuertrip als Segeltörn und mehr Tauchsafari als erhofft.

Nach zwei Tagen Tauchen in der Umgebung von Fethiye - es ging behördenbedingt immer wieder in den Hafen zurück - war für mich klar: Das türkische Tauch-El dorado Kasch leidet erstens an einem Publicity-Overflow und an zu vielen Tauchbasen, gleichzeitig braucht sich Fethiye tauchmäßig nicht zu verstecken. Will meinen, mit dem richtigen Tauchführer bietet es traumhafte Unterwasserlandschaften, tiefe Canyons, verzweigte Höhlensysteme, Wracks, Amphorenfelder und kaum Fische. Für letzteres können die Mannen von Blue Pearl nichts, das Mittelmeer ist leergebombt und überfischt.

Auch wenn Barrakudas, Muränen und Flötenfische erfreuten, auch wenn Zackenbarsche die größten ihrer Gattung auffuhren, auch wenn Garnelen, Bärenkrebse und Nachtschnecken um die Felsen stromerten - auf dem Markt gab es definitiv mehr Fisch, wenn letztere auch tot.
Um Fethiye wird getaucht wegen der Touren durch die Felsschluchten unterhalb der Brandung, hier wird getaucht wegen dem schwerelosen Gleiten durch eine urwüchsige, zerklüftete immer wieder mit neuen Blicken überraschende Unterwasserlandschaft. Und hier wird getaucht wegen Franz, Harry, Erwin und Turgut, dem türkischen Tauchführer.

Nicht getaucht wird dagegen in den versunkenen lykischen Städten vor Nicolaus Island und Kekova. Hier ist Schnorcheln angesagt, was bei Wassertiefen von bis zu drei Metern völlig ausreicht und das Erlebnis, zwischen Amphoren eine alte Hafenstraße entlang zu schnorcheln, tief im Gedächtnis eingräbt.

Ach ja, Fethiye selbst. Wie sieht eine Stadt aus, die Mitte der 50er von einem Erdbeben fast vollständig ausradiert wurde? Genau. Aber die alten Kieferwälder der Umgebung – ein Traum.

Was bleibt? Das Erlebnis nicht Tauchgast sondern Freund zu sein, teilzuhaben auch an den bitteren Seiten neuer Lebensentwürfe, teilzuhaben an den Navy-SEAL Erfahrungen von Turgut, das Wissen, sieben luxuriöse Tage auf einem Schiff verbracht zu haben und die Hoffnung wieder auf der Blue Pearl II zu fahren, nach Zypern zu den noch aufregenderen Tauchplätzen im Mittelmeer.

Fazit:
Die ´Blue Pearl II´ ist ein Traum aus Holz - modern ausgestattet und doch im traditionellen Stil gebaut. Vier Segel (Klüver, Genua, Gross- und Besansegel mit insgesamt 235 Quadratmetern Segelfläche) sollen das Schiff zukünftig in Fahrt bringen. Mit rund 90 Euro pro Tag inkl. aller Tauchgänge sind die Touren auf der Blue Pearl II definitiv nicht überteuert. Extrem komfortable Kabinen mit eigenem Bad, WC und Klimaanlagen, UW-Scooter Seadoo, Kajak und Zodiac für die tauchfreie Zeit. Genug Platz, dass sich auf dem 30 Meter langem Segler die max. zwölf Gäste nur beim Essen über den Weg laufen müssen, Steckdosen für all die hungrigen UW-Lampen und Kameras und ein Fishfinder für das Ausspähen neuer Wracks und Riffe. Zur Verfügung stehen weiterhin Mares-Tauchausrüstungen und 14 x 12 lt Stahlflaschen mit Doppelventil. Taucherfahrung ist empfehlenswert, denn dann werden spannendere Spots angefahren.

mehr Infos/ Anfragen unter
www.tomboettger.de, da gibts es auch jede Menge Bilder.

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